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Afghanistan: Mehr als 20 Tote nach Angriff auf Baufirma

Terror in Ostafghanistan  

Mehr als 20 Tote nach Angriff auf Baufirma

06.03.2019, 11:19 Uhr | dpa

Afghanistan: Mehr als 20 Tote nach Angriff auf Baufirma. Checkpoint am Flughafen in Dschalalabad (Quelle: AP/dpa/Mohammad Anwar Danishyar)

Checkpoint am Flughafen in Dschalalabad: Ein afghanischer Sicherheitsangestellter bewacht den Anschlagsort. (Quelle: Mohammad Anwar Danishyar/AP/dpa)

Im Osten Afghanistans haben zwei Selbstmordattentäter eine Baufirma angegriffen. Dabei sind mindestens 16 Mitarbeiter getötet worden. Bisher hat sich niemand zu dem Angriff bekannt.

Bei einem Angriff auf eine Baufirma in Ostafghanistan sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Mindestens 16 Mitarbeiter der Baufirma kamen ums Leben, weitere neun seien verletzt worden, sagte der Sprecher der Provinzregierung von Nangarhar, Attaullah Chogiani. Zudem seien fünf Angreifer ums Leben gekommen.

Laut Chogiani stürmten mehrere Angreifer am frühen Mittwochmorgen die Firma. Zwei Selbstmordattentäter hätten sich in die Luft gesprengt, drei weitere seien von Sicherheitskräften getötet worden. Der Angriff dauerte demnach mehr als sechs Stunden. Bei der Durchsuchung des Firmengeländes durch Sicherheitskräfte seien noch eine Autobombe, zwei Sprengstoffwesten und mehrere Bomben gefunden und entschärft worden. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Behörden zufolge befindet sich das Unternehmen beim Flughafen von Dschalalabad, der Provinzhauptstadt von Nangarhar, und führt unter anderem dort auch Arbeiten durch. Am Flughafen sind auch US-Truppen stationiert.

Hohe Anzahl ziviler Opfer in Nangarhar

In Nangarhar sind die radikalislamischen Taliban, aber auch der Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aktiv. Es gibt aber auch immer wieder Berichte, dass Selbstmordattentäter und Angreifer eingesetzt werden, um persönliche, wirtschaftliche oder andere politische Fehden mit Gewalt zu lösen.

Laut dem UN-Bericht zu zivilen Opfern in Afghanistan verzeichnete die Provinz Nangarhar nach Kabul 2018 die zweithöchste Anzahl ziviler Opfer. Insgesamt kamen in dem Konflikt im Vorjahr mehr als 3.800 Zivilisten ums Leben, das sind elf Prozent mehr als 2017.

Friedensverhandlungen dauern an

Derzeit wird versucht, den mehr als 17 Jahre dauernden Konflikt in Afghanistan politisch zu lösen. Dazu haben die USA mit den Taliban direkte Gespräche aufgenommen. Bisher haben sich Vertreter der USA und hochrangige Taliban sechs Mal getroffen.

Die jüngste Gesprächsrunde im Golfemirat Katar begann am Montag vergangener Woche und dauert noch an. Die beiden Seiten sprechen über einen Abzug der US-Truppen, einen Waffenstillstand und die Frage, wie verhindert werden kann, dass das Land ein sicherer Hafen für Terroristen wird. 
 

Die Gespräche sollen zudem direkte Gespräche der Taliban mit der afghanischen Regierung in die Wege leiten. Diese hatten die Taliban bisher abgelehnt, da sie die Regierung in Kabul für eine Marionette des Westens halten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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