Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Ungarn: Grenzbeamte geben Warnschüsse ab

Migranten wollten Grenzübergang durchbrechen  

Ungarische Grenze: Beamte geben Warnschüsse ab

28.01.2020, 15:29 Uhr | dpa

Ungarn: Grenzbeamte geben Warnschüsse ab. Die ungarische Grenzübergang Röszke: Der Übergang war noch geschlossen, als die Migranten ihn durchbrechen wollten (Archivbild). (Quelle: imago images/Michael Trammer)

Die ungarische Grenzübergang Röszke: Der Übergang war noch geschlossen, als die Migranten ihn durchbrechen wollten (Archivbild). (Quelle: Michael Trammer/imago images)

Am frühen Dienstagmorgen sind an der Grenze zwischen Serbien und Ungarn Warnschüsse gefallen. Eine Gruppe Migranten hatte versucht, den noch geschlossenen Grenzübergang zu durchbrechen.

Eine große Gruppe von Flüchtlingen und Migranten hat am frühen Dienstagmorgen versucht, die serbisch-ungarische Grenze am Übergang Röszke gewaltsam zu durchbrechen. Die Grenzbeamten hätten drei Warnschüsse abgegeben und verhindert, dass rund 60 Menschen auf ungarisches Staatsgebiet vordringen, sagte eine Sprecherin der Polizei in der südungarischen Stadt Szeged der staatlichen Nachrichtenagentur MTI.

Der Straßengrenzübergang zwischen Horgos (Serbien) und Röszke (Ungarn) war zum Zeitpunkt des Zwischenfalls gegen 5.30 Uhr noch geschlossen. Er operiert täglich zwischen 7.00 und 19.00 Uhr und liegt wenige hundert Meter entfernt vom Autobahngrenzübergang Röszke, der rund um die Uhr geöffnet ist.

Ungarn hat im Herbst 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswanderungen nach Europa, seine gesamte Grenze zum südlichen Nachbarn Serbien mit Zäunen und Sperranlagen abgeschottet. Wie die Polizeisprecherin weiter ausführte, hat die Migrantengruppe den Zaun zwischen den beiden Grenzübergängen bei Röszke beschädigt.

Ungarn verfolgt unter dem rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban eine äußerst restriktive Asylpolitik. Wegen der Grenzsperranlagen an der serbischen und kroatischen Grenze haben sich inzwischen alternative Fluchtrouten etabliert, die durch Bosnien-Herzegowina und Kroatien führen.

Der Weg durch Ungarn wird aber weiter benutzt, weil sich hier infolge der Jugoslawien-Kriege über die letzten Jahrzehnte eine bedeutsame Schlepper-Infrastruktur aufgebaut hat. In Serbien stecken nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR knapp 6.000 Flüchtlinge und Migranten fest. Die meisten von ihnen warten auf eine Gelegenheit, um über BosnienKroatien oder Ungarn weiterzukommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal