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Nach "Alan Kurdi": Italien setzt auch Spanisches Rettungsschiff "Aita Mari" fest


Italien setzt auch Spanisches Rettungsschiff fest

Von dpa
Aktualisiert am 07.05.2020Lesedauer: 1 Min.
Das Rettungsschiff "Aita Mari" (Archivbild): Italien hat zwei Boote der Seenotrettung an die Ketten gelegt.Vergrößern des BildesDas Rettungsschiff "Aita Mari" (Archivbild): Italien hat zwei Boote der Seenotrettung an die Ketten gelegt. (Quelle: imago images)
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Italienische Behörden haben ein Spanisches Rettungsschiff an die Ketten gelegt. Der Grund seien "technische und normative Irregularitäten". Zuvor war schon das deutsche Schiff "Alan Kurdi" festgesetzt worden.

Nach dem deutschen Migranten-Rettungsschiff "Alan Kurdi" ist auch ein spanisches Schiff in Italien festgesetzt worden. Die italienische Küstenwache legte die "Aita Mari" wegen "Normenverletzung" an die Kette. Bei einer Überprüfung seien "technische und normative Irregularitäten" festgestellt worden, die die Sicherheit der Crew und der geretteten Personen gefährden könnten, teilte die Küstenwache am späten Mittwochabend mit. Auch seien Verstöße gegen Umweltauflagen festgestellt worden.

Das spanische Schiff hatte wie die "Alan Kurdi" zuletzt Dutzende Migranten vor Libyen gerettet. Nach zwei Wochen Corona-Quarantäne auf einer italienischen Fähre durften sie Anfang der Woche in Palermo an Land. Unklar ist, was mit den Menschen geschehen soll und ob sie auf andere EU-Länder verteilt werden. Die Hilfsorganisation Sea-Eye erklärte, die Festsetzung der "Alan Kurdi" sei "reine Schikane, um die zivile Seenotrettung stückweise zum Erliegen zu bringen".

Italien hatte sich wegen der Corona-Pandemie als "nicht sicheren" Hafen erklärt. Wegen des Gesundheitsnotstandes könnten keine Migranten an Land versorgt werden. Das deutsche Containerschiff "MV Marina" wartet derzeit auch mit mehr als 70 geborgenen Migranten an Bord auf die Zuweisung eines Hafens.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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