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USA: Schwuler Abgeordneter kritisiert gleichgeschlechtliche Ehe


Schwuler Republikaner kritisiert gleichgeschlechtliche Ehe

Von t-online, lec

08.12.2023Lesedauer: 2 Min.
George SantosVergrößern des BildesGeorge Santos: An seinem vorletztem Tag als US-Abgeordneter sorgte er noch einmal für Aufsehen. (Quelle: J. Scott Applewhite/AP/dpa/dpa-bilder)
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George Santos war nicht lange US-Abgeordneter, die Erinnerungen an ihn könnten allerdings anhalten. Nun macht er mit widersprüchlichen Aussagen von sich reden.

Der Republikaner George Santos ist der erste offen schwule Republikaner, der nicht als Amtsinhaber in den US-Kongress gewählt wurde. Und das zu einer Zeit, in der Rechte der LGBTQ-Gruppe besonders durch seine eigenen Parteianhänger regelmäßig in Abrede gestellt werden.

Nun lassen Santos' Aussagen zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe allerdings ebenfalls aufhorchen: im Gespräch mit dem US-Nachrichtenportal "Business Insider" – einen Tag vor seinem Ausschluss aus dem US-Kongress – äußerte Santos Vorbehalte gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, obwohl er selbst vor zwei Jahren seinen Mann geheiratet hatte.

Konfrontiert auf diesen Widerspruch entgegnete Santos dem US-Portal, er selbst sei zwar in eine gleichgeschlechtliche Ehe eingetreten, aber nur, weil dies "eine Option" gewesen sei. Trotz dessen sei er der Auffassung, dass die gleichgeschlechtliche Ehe nicht den Status einer Eheschließung genießen solle.

"Ich finde, es sollte eine eingetragene Lebensgemeinschaft sein", sagte Santos dem "Business Insider" und bezeichnete diesen Weg als Alternative zu voll anerkannten Ehen. "Das hätte uns dieselben Vorteile und Rechte unter dem Gesetz geben".

Dass es zur Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe kam, sei nie im Interesse der Regierung gewesen, erklärte Santos. Er sei nicht spezifisch gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, vielmehr seien Eheschließungen durch die Regierung grundsätzlich verkehrt. Stattdessen solle die Ehe im komplett privaten Rahmen geschlossen werden.

Es gibt nur zwei Geschlechter

Es ist nicht das erste Mal, dass Santos Meinungen vertritt, die im Widerspruch zur LGBTQ-Gemeinschaft stehen. Noch am selben Tag posierte Santos mit einem Schild im Abgeordnetenbüro der Republikanerin Marjorie Taylor Greene mit dem Schriftzug: "There are TWO genders, MALE & FEMALE" (Deutsch: "Es gibt nur zwei Geschlechter, Mann & Frau"). Zudem ist auf dem Schild der Schriftzug: "Trust The Science" ("Vertraue der Wissenschaft") zu sehen.

Anhänger der LGBTQ-Bewegung vertreten die Ansicht, dass es eine Vielzahl von Geschlechteridentitäten gibt und dass das Geschlecht nicht allein binär – also männlich und weiblich – betrachtet werden kann. Mehr zu dem Thema lesen Sie hier.

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Außerdem unterstützte Santos auch das sogenannte "Don't-Say-Gay-Gesetz", das vom Gouverneurs Floridas und Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Ron DeSantis, erlassen wurde. Das Gesetz untersagt unter anderem die Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten bis zur zwölften Klassenstufe. "Als schwuler Mann stehe ich stolz hinter der Entscheidung, unseren Kindern keine Sexualität oder sexuelle Orientierung zu vermitteln", sagte Santos damals in einem Facebook-Video im April 2022.

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