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Donald Trump will angeblichen Wahlbetrug in USA untersuchen lassen


Millionenfache Unregelmäßigkeiten?
Trump will angeblichen Wahlbetrug untersuchen lassen

Von dpa, afp, t-online
Aktualisiert am 25.01.2017Lesedauer: 2 Min.
Der neue US-Präsident Donald Trump bleibt bei seiner Einschätzung, bei der Wahl im November sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen.Vergrößern des BildesDer neue US-Präsident Donald Trump bleibt bei seiner Einschätzung, bei der Wahl im November sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. (Quelle: ap-bilder)
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Die Faktenlage ist eigentlich eindeutig: Bei der Präsidentschaftswahl im November erhielt die unterlegene Hillary Clinton die Mehrheit der Stimmen. Der neue US-Präsident Donald Trump kam nur aufgrund des Wahlsystems ins Amt. Wahrhaben will Trump dieses Ergebnis gleichwohl nicht, stattdessen soll die Wahl nun tatsächlich überprüft werden.

Er wolle unter anderem die Stimmabgabe durch "illegale" Einwanderer und die Registrierung von bereits verstorbenen Menschen untersuchen lassen, kündigte der US-Präsident auf Twitter an. Sein Sprecher Sean Spicer hatte zuvor ausdrücklich offen gelassen, ob Trump juristische Schritte einleiten werde. "Vielleicht. Alles ist möglich", so Spicer.

Mehrheit der Wahlmänner, aber nicht der Stimmen

Trump hatte die Wahl mit der Mehrheit der entscheidenden Wahlleute gewonnen. In absoluten Stimmen liegt seine Konkurrentin Hillary Clinton aber um 2,8 Millionen vor ihm. Ohne jeden Beweis unterstellte Trump immer wieder einen Wahlbetrug von drei bis fünf Millionen Menschen, der ihm die Mehrheit der Stimmen gekostet habe.

Nach übereinstimmenden Berichten von Beobachtern und offiziellen Angaben hat es bei dem Urnengang aber keinen Wahlbetrug gegeben, schon gar nicht in so großem Stil. Die Wahl wird von den Staaten organisiert, von denen die meisten von republikanischen Gouverneuren regiert werden. Auch das macht einen Wahlbetrug zu Trumps Lasten sehr unwahrscheinlich.

Dünne Belege aus dem Weißen Haus

Trumps Sprecher Spicer zitierte demgegenüber als vermeintlichen Beleg für den Betrug eine Umfrage des Pew-Instituts. Die Studie aus dem Jahr 2012 kam in der Tat zu dem Schluss, dass Millionen Wählerregistrierungen nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

2,7 Millionen Amerikaner sind in mehr als einem Staat registriert. Tote sind ebenso im Register wie auch Ausländer, die nicht wahlberechtigt sind. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass diese falsch registrierten Wähler auch tatsächlich abgestimmt haben und wenn ja, dass sie ihre Stimme für Clinton abgegeben haben.

Ein Wahlbetrug in der von Trump beschriebenen Dimension sei rein mathematisch praktisch ausgeschlossen, hatte auch einer der Autoren der Pew-Studie bereits im vergangenen Jahr erklärt.

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