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Trump droht Porno-Star mit Millionenklage

Von afp, dpa, jmt

Aktualisiert am 17.03.2018Lesedauer: 2 Min.
Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels": Während US-Präsident sich nun den jursitischen Streit einschaltet, gibt die Pornodarstellerin an, körperlich bedroht worden zu sein.
Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels": Während US-Präsident sich nun den jursitischen Streit einschaltet, gibt die Pornodarstellerin an, körperlich bedroht worden zu sein. (Quelle: Matt Sayles/dpa-bilder)
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Ist Pornostar Stormy Daniels zum Schweigen verpflichtet oder kann sie freizügig über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump plaudern? Seine Anwälte drohen mit einer Millionenklage.

Donald Trump hat sich erstmals selbst in den Rechtsstreit um Pornostar Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" eingeschaltet. Ein neuer Anwalt des Präsidenten reichte am Freitag in Trumps Namen bei einem kalifornischen Gericht einen Antrag ein. Der zielt darauf ab, den Fall in einem Schlichtungsverfahren hinter verschlossenen Türen abzuhandeln. Trump werde seine Rechte "so verfolgen, wie es das Gesetz erlaubt", zitierte "USA Today" den Anwalt Charles Harder.


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Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels": Während US-Präsident sich nun den jursitischen Streit einschaltet, gibt die Pornodarstellerin an, körperlich bedroht worden zu sein.
Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels": Während US-Präsident sich nun den jursitischen Streit einschaltet, gibt die Pornodarstellerin an, körperlich bedroht worden zu sein. (Quelle: Matt Sayles/dpa-bilder)

Trump-Anwalt droht nun mit Millionenklage

Der Streit um eine angebliche sexuelle Affäre spitzte sich derweil weiter zu. Daniels' Anwalt Michael Avenatti sagte am Freitag mehreren Fernsehsendern, seiner Mandantin sei körperliche Gewalt angedroht worden, sollte sie Einzelheiten der Affäre preisgeben. Trumps Anwälte erklärten wiederum, die Pornodarstellerin habe gegen eine Stillschweigevereinbarung verstoßen und könne auf mindestens 20 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt werden.

Avenatti deutete an, in einer Ausgabe der CBS-Sendung "60 minutes" werde noch in diesem Monat Ausführlicheres zum Thema zu erfahren sein. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte zu den Äußerungen des Anwalts, das Weiße Haus verurteile jegliche Bedrohung. Sie habe jedoch keine Kenntnis von dem Fall.

Die 38-jährige "Stormy Daniels", mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford, hatte vor wenigen Tagen Klage gegen Trumps Anwalt Michael Cohen eingereicht um zu erreichen, dass eine mit ihm vereinbarte Vertraulichkeitserklärung für ungültig erklärt wird. Die Vereinbarung wurde ihrer Darstellung zufolge wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl im November 2016 unterzeichnet.

Trump hat Schweigezahlung bereits eingeräumt

Sie sah demnach vor, dass die Pornodarstellerin über ihre angeblich von Juli 2006 bis in das Jahr 2007 hinein bestehende sexuelle Beziehung zu Trump Stillschweigen bewahren solle. Zu diesem Zeitpunkt war Trump bereits mit seiner Ehefrau Melania verheiratet. Stormy Daniels und ihr Anwalt begründen ihre Forderung nach Aufhebung des Stillschweigeabkommens unter anderem damit, dass Trump dieses nie persönlich unterzeichnete. Trumps Anwalt Cohen hatte im Februar eine Zahlung in Höhe von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin eingeräumt.

Cohens Anwälte warfen Clifford am Freitag unterdessen vor, mindestens 20 Mal gegen die Vertraulichkeitsvereinbarung verstoßen zu haben. In dem Abkommen sei für jeden Verstoß ein Strafgeld in Höhe von einer Million Dollar vorgesehen. Daher sei Clifford der Gegenseite mindestens 20 Millionen Dollar schuldig.

Cliffords Anwalt Avenatti nannte es daraufhin im Kurzbotschaftendienst Twitter "unglaublich", dass ein amtierender Präsident dermaßen gegen eine Privatperson vorgehe, die der Öffentlichkeit lediglich mitteilen wolle, was "wirklich passiert" sei. "Wir werden uns nicht einschüchtern lassen", betonte er.

Für den 12. Juli ist eine Anhörung vor Gericht in Los Angeles angesetzt, bei der es um Cliffords Forderung nach Annullierung der Vertraulichkeitserklärung gehen soll. Die Gegenseite um Cohen beantragte, darüber nicht vor einem kalifornischen, sondern vor einem Bundesgericht zu verhandeln.

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Verwendete Quellen
  • dpa, AFP
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  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
Donald TrumpStormy Daniels

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