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Nach Anschlag in Pittsburgh: Hetz-Portal "Gab.com" soll offline gehen

Anschlag auf Synagoge  

Nach Pittsburgh: Rechtsextremes Hetz-Portal soll offline gehen

28.10.2018, 12:53 Uhr | AFP

Nach Anschlag in Pittsburgh: Hetz-Portal "Gab.com" soll offline gehen. Polizisten und Angehörige einer jüdischen Bestattungsgesellschaft nach dem Anschlag in Pittsburgh: Der mutmaßliche Schütze hatte seine Tat auf Gab.com angekündigt. (Quelle: Reuters/John Altdorfer)

Polizisten und Angehörige einer jüdischen Bestattungsgesellschaft nach dem Anschlag in Pittsburgh: Der mutmaßliche Schütze hatte seine Tat auf Gab.com angekündigt. (Quelle: John Altdorfer/Reuters)

Der Attentäter von Pittsburgh, der am Samstag elf Menschen in einer Synagoge tötete, hatte seine Tat im Internet angekündigt. Die Seite Gab.com geht nun offenbar vom Netz.

Ein rechtsgerichtetes Internetportal mit antisemitischen Inhalten, auf dem der mutmaßliche Attentäter von Pittsburgh aktiv gewesen sein soll, muss offenbar offline gehen. Die Seite Gab.com, die von weißen Nationalisten und Mitgliedern der rassistischen Alt-Right-Bewegung genutzt wird, erklärte am Samstag, ihr Provider werde ab Montag seine Dienste aussetzen. Berichten zufolge hat auch der Online-Bezahldienst Paypal die Seite gesperrt.

In Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania hatte am Samstagmorgen (Ortszeit) ein schwer bewaffneter Angreifer in einer Synagoge um sich geschossen und elf Menschen getötet. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

"Traurig und angeekelt"

"Gab wird wahrscheinlich über Wochen nicht erreichbar sein", schrieben die Betreiber der Seite auf Twitter. "Wir werden weiter für freie Meinungsäußerung und individuelle Freiheit im Internet für alle kämpfen", hieß es weiter. Gab habe "null Toleranz" für Gewalt und Terrorismus und sei "traurig und angeekelt" über die Nachrichten aus Pittsburgh, hieß es in einer Stellungnahme.

Gab teilte mit, dass es nach Bekanntwerden des Anschlags den Namen des mutmaßlichen Schützen mit einem seiner Nutzerkontos in Verbindung gebracht habe. Daraufhin habe es das Konto von Robert Bowers gesperrt und sofort die Bundespolizei FBI kontaktiert.

"Scheiß auf Eure Sichtweise, ich gehe rein"

Bowers soll der Verfasser einer Serie von antisemitischen Botschaften sein. In einem Eintrag, der von Bowers stammen soll und nur wenige Stunden vor dem Attentat gepostet wurde, wird die jüdische Flüchtlingshilfeorganisation Hias angegriffen: "Hias holt gerne Eindringlinge, die unsere Leute töten. Ich kann nicht sitzen bleiben und zusehen, wie meine Leute abgeschlachtet werden. Scheiß auf Eure Sichtweise, ich gehe rein."

Verwendete Quellen:
  • AFP

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