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Corona-Krise in den USA: Experte Fauci nennt Virus "schlimmsten Alptraum"

Corona-Krise in den USA  

Topexperte Fauci nennt Virus "schlimmsten Alptraum"

10.07.2020, 07:37 Uhr | dpa, aj

Corona-Krise in den USA: Experte Fauci nennt Virus "schlimmsten Alptraum". Anthony Fauci vor einem Ausschuss des US-Senats: Der US-Immunologe warnt immer wieder vor vorzeitigen Lockerungen. (Quelle: dpa/Al Drago/Pool Bloomberg/AP)

Anthony Fauci vor einem Ausschuss des US-Senats: Der US-Immunologe warnt immer wieder vor vorzeitigen Lockerungen. (Quelle: Al Drago/Pool Bloomberg/AP/dpa)

Der Gesundheitsexperte und Trump-Berater Anthony Fauci warnt weiterhin vor drastisch ansteigenden Corona-Zahlen in den USA. Er nennt einen Grund, warum er das Virus für besonders schlimm hält.

US-Immunologe Anthony Fauci hat das Coronavirus wegen seiner leichten Übertragbarkeit als "schlimmsten Alptraum" für Gesundheitsexperten bezeichnet. Die Effizienz, mit der das Virus Menschen anstecke, sei "wirklich bemerkenswert", sagte Fauci, der auch das Weiße Haus berät, am Donnerstag auf einer Veranstaltung des US-Mediums "The Hill".

Nach seiner Einschätzung seien die aktuellen Corona-Ausbrüche in vielen Teilen der Vereinigten Staaten auf die zu frühe Wiedereröffnung einiger Bundesstaaten zurückzuführen. "In einigen Staaten sprangen die Gouverneure und Bürgermeister im Wesentlichen über die Richtlinien und Kontrollpunkte und öffneten etwas zu früh", sagte Fauci zudem im Podcast "FiveThirtyEight", der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Experte und Regierungsberater nannte Florida als Beispiel, das einige Richtlinien außer Acht gelassen habe.

"Das müssen wir besser machen"

Dass die USA mit momentan täglich circa 60.000 nachgewiesenen Neuinfektionen hohe Anstiege verzeichnen, führte Fauci dabei auch auf die Zerstrittenheit der US-amerikanischen Politik zurück: "Ich denke, man muss davon ausgehen, dass es ohne eine solche Spaltung einen koordinierteren Ansatz geben würde."

Einigen Politikern in den Vereinigten Staaten, allen voran Präsident Donald Trump und mehrere Gouverneure, wurde mehrfach vorgeworfen, in der Pandemie Entscheidungen unter politischen und nicht gesundheitlichen Gesichtspunkten zu treffen.

Die USA hätten es nach der ersten Zuspitzung der Pandemie im März nie geschafft, weniger als 20.000 nachgewiesene Neuinfektionen pro Tag zu erreichen. Trotzdem hätten südliche Bundesstaaten ihre Beschränkungen schnell gelockert, erklärte Fauci. "Das müssen wir besser machen." Die Lage ist vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Kalifornien und Arizona ernst.

Fauci: Erreger verbreitet sich auch ohne offensichtliche Symptome 

Eine der großen Herausforderungen des Coronavirus sei es, dass es viele Infizierte gebe, die den Erreger weiter verbreiteten, selbst jedoch keine Symptome zeigten, erklärte Fauci. Der Experte ist der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten und ein Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses.

Vergangene Woche hatte er bei einer Anhörung im Kongress gewarnt, ohne entschlossenes Gegensteuern könne die Zahl der Neuinfektionen pro Tag in den USA bald auf bis zu 100.000 steigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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