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Erste Ergebnisse aus USA: Repräsentantenhaus weiter in Demokraten-Hand

Erste Ergebnisse der US-Wahl  

Demokraten verteidigen Repräsentantenhaus

04.11.2020, 04:57 Uhr | rtr

Erste Ergebnisse aus USA: Repräsentantenhaus weiter in Demokraten-Hand. Nancy Pelosi: Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses dürfte sich über das Ergebnis freuen. (Quelle: AP/dpa/Jose Luis Magana)

Nancy Pelosi: Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses dürfte sich über das Ergebnis freuen. (Quelle: Jose Luis Magana/AP/dpa)

Das Repräsentantenhaus wird bei der US-Wahl komplett neu bestimmt. Die Demokraten können ersten Berichten zufolge die Oberhand behalten. Für die Republikaner zieht eine Verschwörungstheoretikerin in den Kongress.

Die Demokraten haben nach einer Hochrechnung des TV-Senders Fox News bei der US-Wahl wie erwartet ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt. Spannender blieb es in der Nacht auf Mittwoch zunächst bei der zweiten Kongresskammer, dem Senat. 

Dort jagte der Demokrat John Hickenlooper Edison Research zufolge dem republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner den Sitz ab. Bislang haben die Republikaner im Senat eine knappe Mehrheit von 53 der 100 Sitze.

Vor der Wahl galten 14 Sitze als umkämpft, daher könnte das Ergebnis noch eine Weile unklar sein. Mit der Kontrolle des ganzen Kongresses könnten die Demokraten auch bei einem Sieg von Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentenwahl die Politik des Republikaners zum großen Teil blockieren. 

QAnon-Unterstützerin zieht in Repräsentantenhaus ein

Zudem werden die Republikaner im Repräsentantenhaus sich mit einer Unterstützerin der Verschwörungstheorie QAnon in ihren Reihen auseinandersetzen müssen. Die Kandidatin Marjorie Taylor Greene gewann erwartungsgemäß einen Sitz im Bundesstaat Georgia.


Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

Mehrere führende Politiker der Republikaner haben die QAnon-Theorien verurteilt. Präsident Donald Trump tat sich bei mehreren Gelegenheiten schwer damit – und unterstützte Greene ausdrücklich.

Im Repräsentantenhaus, das komplett zur Abstimmung steht, halten die Demokraten bislang eine Mehrheit von 232 der 435 Sitze. Für die Mehrheit sind 218 Stimmen nötig. Zunächst konnten die Demokraten am Dienstag in den prognostizierten Ergebnissen einen Sitz dazugewinnen. Bis 3.45 Uhr MEZ konnten sich laut AP die Republikaner 73 und die Demokraten 42 Sitze sichern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

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