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US-Wahlen 2020: Donald Trump behauptet Betrug und sieht sich als Sieger

Zweites Statement nach der Wahl  

Trump: "Wenn man die zulässigen Stimmen zählt, gewinne ich leicht"

06.11.2020, 02:14 Uhr | AFP, dpa, rtr, t-online

Trump spricht fälschlicherweise von "illegalen Stimmen"

Der US-Präsident sprach am Donnerstagabend zu den Medien. Auch sein demokratischer Herausforderer Joe Biden ging vor die Kameras. (Quelle: Reuters)

Streit um Ausgang der Wahl: Donald Trump warf den Demokraten erneut Wahlbetrug vor und sprach von "illegalen Stimmen". (Quelle: Reuters)


Er sieht sich als Opfer einer Verschwörung – und sich als einzigen legitimen Sieger. Donald Trump hat seine Wahlbetrugsvorwürfe in einem Statement vor Journalisten erneuert. Fragen stellte er sich nicht.

In einem Statement mit zahlreichen unbelegten und falschen Behauptungen hat US-Präsident Donald Trump erneut den Sieg bei der Präsidentschaftswahl für sich beansprucht und Wahlbetrug im großen Stil behauptet. "Wenn man die zulässigen Stimmen zählt, gewinne ich leicht", sagte der Republikaner vor Journalisten im Weißen Haus, ohne dafür Belege vorzulegen. Trump warf den oppositionellen Demokraten am Donnerstagabend ein Mal mehr vor, ihm die Wahl "stehlen" zu wollen. 

Trump kündigte an, sich massiv vor Gericht gegen eine mögliche Niederlage bei der Präsidentenwahl zu wehren. "Es wird eine Menge Klagen geben. Wir können nicht zulassen, dass eine Wahl auf diese Weise gestohlen wird", sagte er. Wie schon vor der Wahl kritisierte er insbesondere die Briefwahl. Darüber höre man "Horrorgeschichten". Trump sagte, möglicherweise werde der Supreme Court sich mit der Wahl befassen müssen. "Ich habe das Gefühl, dass am Ende Richter werden entscheiden müssen."

Die großen Fernsehsender ABC, CBS und NBC haben wegen Falschbehauptungen die Übertragung von Trumps erstem Auftritt seit der Wahlnacht abgebrochen. Wahlbeobachter der OSZE haben bei der US-Wahl keine Unregelmäßigkeiten verzeichnet. 

Trump kritisiert auch die Umfragen

Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden lagen zuletzt noch immer so nah beieinander, dass weiter kein Sieger der Präsidentenwahl vom Dienstag feststand. Allerdings schmolz Trumps Vorsprung bei der noch laufenden Zählung in einigen wichtigen Bundesstaaten wie Pennsylvania. Experten machten dafür die Auszählung der Briefwahlstimmen verantwortlich. Demnach haben Wähler der Demokraten eher per Post abgestimmt als Anhänger der Republikaner. In Georgia lagen Trump und Biden zudem zuletzt gleichauf. Zuvor hatte der Präsident in dem Schlüsselstaat geführt. Hier lesen Sie alle aktuellen Ergebnisse der Wahl.

In seinem gut 15 Minuten langen Statement im Weißen Haus machte Trump auch erneut den Umfrage-Instituten und Medien schwere und unbelegte Vorwürfe. Er behauptete, dass vor der Wahl zu seinem Schaden wissentlich falsche Umfrageergebnisse veröffentlicht worden seien, um Republikaner zu demotivieren.

Tatsächlich wichen diverse Umfragen von den Wahlergebnissen ab, für eine Absicht gibt es aber keine Belege. Fragen von Journalisten ließ Trump im Anschluss an sein größtenteils vom Blatt abgelesenes Statement nicht zu.

Trump-Sohn fordert "totalen Krieg"

Schon bei seinem ersten Auftritt nach der Präsidentschaftswahl hatte Trump in der Nacht zum Mittwoch den Wahlsieg für sich in Anspruch genommen, obwohl in einer Reihe von Bundesstaaten noch kein Sieger ausgerufen worden war. Der Republikaner hatte auch schon juristische Schritte gegen die Auszählung von Stimmzetteln bis hin zum Obersten Gericht angekündigt.

In einer Reihe von Kurzbotschaften Twitter prangerte Trump seitdem angeblichen Betrug bei der Wahl an und forderte einen Auszählungsstopp. Twitter blendete viele seiner Nachrichten wegen irreführender Inhalte aus. Präsidentensohn Donald Trump Jr. rief seinen Vater bei Twitter dazu auf, einen "totalen Krieg" rund um die Wahl zu eröffnen. Der Präsident müsse "all den Betrug und Schummeleien offenlegen", schrieb sein Trump Jr. Sohn. "Es ist an der Zeit, dieses Schlamassel zu bereinigen und nicht mehr wie eine Bananenrepublik auszusehen."

Trumps Team ging derweil in mehreren Bundesstaaten juristisch gegen die Auszählungen vor.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP, Reuters
  • Liveübertragung von Donald Trumps Statement

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