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Florida: Nachbarn wollen Donald Trump zum Auszug zwingen

Streit um Anwesen in Florida  

Nachbarn wollen Trump zum Auszug zwingen

16.12.2020, 20:38 Uhr | dru, t-online

Florida: Nachbarn wollen Donald Trump zum Auszug zwingen. US-Präsident Donald Trump in Mar-a-Lago: Das Anwesen hatte er als Immobilienunternehmer Mitte der 80er Jahre erworben. (Quelle: Reuters/Leah Millis)

US-Präsident Donald Trump in Mar-a-Lago: Das Anwesen hatte er als Immobilienunternehmer Mitte der 80er Jahre erworben. (Quelle: Leah Millis/Reuters)

Donald Trump nennt es sein "Winter White House". Die Rede ist von dem luxuriösen Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Die Nachbarn des baldigen Ex-Präsidenten wollen verhindern, dass Trump dort seinen Ruhestand verbringt.

Sie befürchten blockierte Straßen und anderen Ärger. Deshalb wollen die Nachbarn von Donald Trump in Florida, dass der scheidende US-Präsident nach seiner Amtszeit nicht weiter auf seinem Anwesen in Mar-a-Lago wohnt. In einem Schreiben an den 74-Jährigen machen sie klar: Donald Trump, wir wollen dich nicht als Nachbarn.

Die "Washington Post" berichtet über das Dokument, das am Dienstag an die Verwaltung von Palm Springs sowie an den Secret Service übermittelt wurde. Die Anwälte der Nachbarn führen darin juristische Argumente ins Feld, warum Trump sein Recht verwirkt hätte, das Anwesen als Wohnsitz zu nutzen.

126 Zimmer, 160 Millionen Dollar Schätzwert: Mar-a-Lago ist das zweitgrößte Anwesen in Florida und die Nummer 22 in den USA. (Quelle: Reuters/Kevin Lamarque)126 Zimmer, 160 Millionen Dollar Schätzwert: Mar-a-Lago ist das zweitgrößte Anwesen in Florida und die Nummer 22 in den USA. (Quelle: Kevin Lamarque/Reuters)

Trumps schicksalhafter Deal

Die Begründung der Juristen führt zurück in die frühen 90er Jahre. Donald Trump sah sich damals mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Mar-a-Lago verschlang Milionensummen nur für den Unterhalt. Der Immobilienunternehmer entschied sich deshalb, das Anwesen mit seinen 126 Zimmern, das seit Mitte der 80er in seinem Besitz war, in einen Privatclub umzuwidmen.

Einhergehend damit soll Trump auch eine Vereinbarung unterschrieben haben, die den Anwälten der Nachbarn heute als Hauptargument dient. Diese Vereinbarung soll nämlich besagen, dass es den Mitgliedern des Privatclubs untersagt ist, mehr als 21 Tage im Jahr in Mar-a-Lago zu leben, und auch nicht mehr als sieben Tage am Stück. Ein Anwalt Trumps soll damals gegenüber den Behörden von Palm Beach ausdrücklich versichert haben, dass sein Mandant das Anwesen nicht als Wohnsitz nutzen werde.

Die Vertreter der Nachbarn argumentieren nun, in welch beschämende Situation der Dann-Ex-Präsident käme, wenn er sich nach seiner Amtszeit in Mar-a-Lago niederlassen würde, und dann von einem Richter wieder rausgeworfen zu werden – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Nachbarn haben deshalb einen Rat für Trump: "Palm Beach hat viele schöne Anwesen anzubieten, und wir sind zuversichtlich, dass der Präsident eines finden wird, das seinen Bedürfnissen entspricht."

Verwendete Quellen:

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