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USA: Soldaten der Nationalgarde müssen in Parkhaus ausharren – heftige Kritik

Nationalgarde bei Amtseinführung  

Soldaten müssen in Parkhaus schlafen – heftige Kritik

22.01.2021, 11:20 Uhr | t-online, joh

USA: Soldaten der Nationalgarde müssen in Parkhaus ausharren – heftige Kritik. Soldat der Nationalgarde vor dem Kapitol: Etwa 25.000 zusätzliche Soldaten sind zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Biden nach Washington gebracht worden. (Quelle: Reuters/Erin scott)

Soldat der Nationalgarde vor dem Kapitol: Etwa 25.000 zusätzliche Soldaten sind zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Biden nach Washington gebracht worden. (Quelle: Erin scott/Reuters)

Nach der Amtseinführung von Joe Biden am Mittwoch sind noch immer Soldaten der Nationalgarde in Washington. Sie sorgten bei der Großveranstaltung für die Sicherheit. Nun mussten sie offenbar in einem Parkhaus übernachten.

Eine Toilette für 5.000 Soldaten: Wie mehrere US-Medien berichten sind die Nationalgardisten, die zur Amtseinführung von Joe Biden nach Washington gebracht wurden, in einem Parkhaus untergebracht worden. Dort sollen sehr schlechte Bedingungen geherrscht haben. Wie die "Daily Mail" berichtet, mussten die Soldaten das Kapitol am Donnerstag sehr abrupt verlassen. Bilder von ihnen, wie sie auf dem kalten Beton eines Parkhauses liegen, sorgten für Empörung. Sie würden in Schichten arbeiten, ihre Hotelzimmer befänden sich teilweise in Virginia und Maryland, weshalb jeder Soldat ein Nickerchen macht, wo es eben möglich ist, hieß es in einer Erklärung.

Ein Soldat sagte dem US-Medium, dass sich die Truppe "unglaublich verraten" gefühlt habe. "Gestern gingen Dutzende von Senatoren und Kongressabgeordnete durch unsere Reihen, machten Fotos, schüttelten unsere Hände und dankten uns für unseren Dienst. Innerhalb von 24 Stunden hatten sie keine Verwendung mehr für uns und verbannten uns in die Ecke eines Parkhauses. Wir fühlen uns unglaublich verraten", sagte er. Den Soldaten soll lediglich ein Raum mit zwei Toiletten zu Verfügung gestanden haben.

Inzwischen sind die Soldaten wohl wieder ins Kapitol gebracht worden, nachdem sich die Polizei entschuldigt habe, wie "Daily Mail" berichtet.

Die Bilder lösten heftige Reaktionen von Politikern aus, einige boten den Truppen sogar ihre eigenen Büros an. Der republikanische Minderheitenführer im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, sagte, die Soldaten "verdienen es, mit Respekt behandelt zu werden" und forderte Antworten von der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und Chuck Schumer. Der Mehrheitsführer im Senat, Schumer, verurteilte daraufhin den Umgang mit den Soldaten und erklärte, das sei "empörend".

Zur Amtseinführung sind insgesamt etwa 25.000 zusätzliche Soldaten der Nationalgarde nach Washington gebracht worden. Wegen des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar waren die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden.

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