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QAnon-Anh├Ąngerin im US-Kongress verliert Ausschussposten

Von dpa, t-online, aj

Aktualisiert am 05.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Marjorie Taylor Greene: Die Republikaner wollten die QAnon-Anh├Ąngerin nicht abstrafen.
Marjorie Taylor Greene: Die Republikaner wollten die QAnon-Anh├Ąngerin nicht abstrafen. (Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa-bilder)
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Marjorie Taylor Greene hatte sich noch um Schadensbegrenzung bem├╝ht. Sie bedauere einige ihrer ├äu├čerungen, so die Verschw├Ârungstheoretikerin. Nun hat der US-Kongress dennoch Konsequenzen gezogen.

Eine als Anh├Ąngerin von Verschw├Ârungstheorien bekannte republikanische Abgeordnete muss wegen umstrittener ├äu├čerungen ihre Posten in mehreren Aussch├╝ssen im US-Kongress r├Ąumen. Das Repr├Ąsentantenhaus stimmte am Donnerstagabend (Ortszeit) daf├╝r, Marjorie Taylor Greene aus den Aussch├╝ssen f├╝r Bildung und Arbeit sowie aus dem Haushaltsausschuss zu werfen. 219 Demokraten und 11 Republikaner stimmten daf├╝r, 199 Republikaner dagegen.


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Es handelt sich um einen h├Âchst ungew├Âhnlichen Schritt, denn normalerweise wird die Besetzung von Aussch├╝ssen von den Fraktionen geregelt. Der Minderheitsf├╝hrer der Republikaner in der Kammer, Kevin McCarthy, hatte eine Degradierung Greenes zuvor aber offen abgelehnt.

Wer ist Greene und was hat es mit QAnon auf sich? Die 46-j├Ąhrige Greene ist nicht nur eine gl├╝hende Trump-Verfechterin, sondern auch Anh├Ąngerin der QAnon-Verschw├Ârungstheorien. Diese kruden Vorstellungen gehen auf kryptische Internet-Botschaften eines angeblichen Insiders ("Q") der Trump-Regierung zur├╝ck. QAnon-Anh├Ąnger glauben beispielsweise, dass Trump systematischen Kindesmissbrauch durch satanistische Politiker der US-Demokraten aufzudecken versuchte. Auch die Anschl├Ąge auf das World Trade Center 2001 werden in Frage gestellt. Greene selbst bezeichnete die Wahl muslimischer Abgeordneter zudem als "Invasion", zudem bef├╝rwortete sie in sozialen Netzwerken Forderungen, der demokratischen Vorsitzenden des Repr├Ąsentatenhauses Nancy Pelosi "eine Kugel in den Kopf zu schie├čen". Die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Georgia hat seit Januar einen Sitz im Repr├Ąsentantenhaus.

Greene ├Ąu├čerte kurz vor Votum Bedauern ├╝ber ├äu├čerungen

Greene selbst hatte sich kurz vor dem Votum um Schadensbegrenzung bem├╝ht und bei einer Rede in der Kammer ihr Bedauern ├╝ber einzelne ├äu├čerungen aus der Vergangenheit ge├Ąu├čert. Sie habe Dinge geglaubt, die nicht wahr sein, sagte Greene. "Das bedaure ich sehr." Deshalb habe sie sich davon losgesagt. "Das waren Worte aus der Vergangenheit." Sie seien nicht Ausdruck ihrer Werte.

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Der Demokrat Jim McGovern warf Greene vor, sie habe in ihrer Rede lediglich einen Teil ihrer ├äu├čerungen aus dem Jahr 2018 bedauert. Er habe aber keinerlei Entschuldigung f├╝r diverse gef├Ąhrliche und schockierende ├äu├čerungen aus anderen Jahren geh├Ârt.

Schlagabtausch zwischen Greene und McConnell

Greene ist nicht nur unter Demokraten, sondern unter ihren Republikanern h├Âchst umstritten. J├╝ngst hatte etwa deren Minderheitsf├╝hrer im Senat, Mitch McConnell, gewarnt: "Verr├╝ckte L├╝gen und Verschw├Ârungstheorien sind ein Krebsgeschw├╝r f├╝r die Republikanische Partei und unser Land." Er nannte Greene dabei zwar nicht namentlich, die Adressatin seiner Worte schien aber klar. Greene revanchierte sich schnell auf Twitter und erkl├Ąrte, "der wahre Krebs f├╝r die Republikanische Partei sind schwache Republikaner".

Auch in Richtung der Demokraten teilte sie aus: Dem "Washington Examiner" sagte Greene erst am Mittwoch, das Vorgehen der Demokraten gegen sie im Kongress sei dumm. "Sie merken nicht einmal, dass sie mir helfen. Ich bin ziemlich erstaunt dar├╝ber, wie dumm sie sind." Greene hat nach eigenen Angaben Spenden in Rekordh├Âhe eingesammelt, seit die Demokraten in Washington den Druck auf sie erh├Âht haben.

Die republikanische Fraktion hatte am Mittwochabend (Ortszeit) lange ├╝ber den Umgang mit Greene diskutiert. Die "Washington Post" schrieb, die Abgeordnete habe auch bei der Sitzung Reue f├╝r einige ihrer umstrittenen Aussagen gezeigt - und am Ende viel Applaus bekommen.

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Pelosi, die selbst Ziel von Greenes verbalen Attacken geworden war, sagte am Donnerstag, sie sei sehr besorgt dar├╝ber, dass die F├╝hrung der Republikaner in der Kammer extreme Verschw├Ârungstheorien in ihren Reihen akzeptiere. Es sei bedauerlich, dass die Republikaner-F├╝hrung nicht aus Verantwortung dem Kongress gegen├╝ber selbst t├Ątig geworden sei und die Abgeordnete aus den Aussch├╝ssen abgezogen habe.

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