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USA: Ex-Präsident Donald Trump verklagt Nichte auf 100 Millionen Dollar

"Heimtückischer Komplott"  

Trump verklagt Nichte auf 100 Millionen Dollar

22.09.2021, 13:37 Uhr | t-online, AFP

Trump lässt aufhorchen: Damit haben die Gegner nicht gerechnet

Trump in Rente? Diese Bilder sprechen eine andere Sprache. Der US-Präsident ist immer häufiger bei öffentlichen Auftritten zu sehen. Auch zu seiner politischen Zukunft äußert er sich schon ziemlich deutlich.

Auftritte sorgen für Aufsehen: Trump tritt ins Rampenlicht – und äußert sich zu seiner Zukunft. (Quelle: t-online)


Wie viele Steuern der ehemalige US-Präsident Donald Trump zahlt, blieb lange ein Geheimnis – ehe seine Nichte und die "New York Times" seine Finanzen teilweise offenlegten. Nun will sich Trump dagegen wehren.

Der ehemalige Präsident der USA, Donald Trump, hat eine 100 Millionen Dollar schwere Klage gegen seine Nichte Mary Trump und die "New York Times" eingereicht. Darüber berichten mehrere US-Medien. In der Anklageschrift wird behauptet, dass Mary Trump gemeinsam mit mehreren Reportern an einem "heimtückischen Komplott" beteiligt war, um die Steuererklärung des Ex-Präsidenten zu erhalten. 

Die "New York Times"-Reporter Susanne Craig, David Barstow und Russ Buettner hätten einen "Kreuzzug" geführt, um an vertrauliche Unterlagen des früheren Präsidenten zu gelangen. Ihr Motiv sei Rache gewesen, heißt es in der Anklage.

Trumps "Steuervermeidungstricks"

Die drei Journalisten der "New York Times" hatten 2019 ausführlich über die Finanzen Trumps berichtet und wurden dafür mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die Jury erklärte damals, die Reporter hätten unter anderem Trumps Behauptung widerlegt, er habe seinen Wohlstand aus eigener Kraft erworben. Auch hätten sie gezeigt, dass das Trump-Unternehmensimperium "mit Steuervermeidungstricks gespickt" sei. So soll Trump laut den Berichten etwa 2016 auf Bundesebene lediglich 750 Dollar Einkommenssteuer gezahlt haben. Üblicherweise legen US-Präsidenten bereits während des Wahlkampfes ihre Steuerunterlagen offen. Trump hatte seine Steuerdaten nie veröffentlicht.

Weiterhin habe Trump über die Jahre von seinem Vater mehr als 400 Millionen Dollar erhalten. Das Geld soll teilweise über eine Scheinfirma geflossen sein, um Steuern zu vermeiden. Trump soll seinen 1999 und 2000 verstorbenen Eltern zudem einst geholfen haben, ihren Immobilienbesitz kleinzurechnen und so Steuern zu sparen. 

Nichte nennt ehemaligen US-Präsidenten "verzweifelt"

Die Psychologin und Donald Trumps Nichte Mary Trump hatte in einem 2020 veröffentlichten Buch mitgeteilt, sie habe Teile der Steuerinformationen Trumps an die "New York Times" weitergegeben. In einer Mitteilung nannte sie ihren Onkel nun "verzweifelt" und einen "Verlierer".

Die "New York Times" kündigte bereits an, sich gegen die Klage zur Wehr zu setzen. Durch die sorgfältigen Recherchen sei die Bevölkerung über ein Thema von "übergeordnetem öffentlichen Interesse informiert" worden, erklärte eine Sprecherin der Zeitung. "Diese Klage ist der Versuch, unabhängige Nachrichtenorganisationen zum Schweigen zu bringen, und wir werden uns energisch dagegen wehren".

Trumps Anwälte argumentieren, dass seine Nichte mit der Weitergabe der Informationen gegen eine Geheimhaltungsvereinbarung verstoßen habe, die sie 2001 nach einem Vergleich über den Nachlass von Donald Trumps Vater Fred Trump Sr. unterzeichnet hatte. Der ehemalige Präsident fordert 100 Millionen Dollar (85,25 Millionen Euro) Entschädigung und Schadenersatz sowie den gesamten Erlös aus dem Buch seiner Nichte.

Verwendete Quellen:

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