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Ex-Sprecherin: "Musik-Mann" beruhigte Trump bei Wutanfällen

Buch von Mitarbeiterin  

Ex-Sprecherin: "Musik-Mann" beruhigte Trump bei Wutanfällen

28.09.2021, 20:26 Uhr | AFP

Ex-Sprecherin: "Musik-Mann" beruhigte Trump bei Wutanfällen. Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA: Er hatte wohl immer wieder Wutausbrüche, wenn Mitarbeiter seine Entscheidungen anzweifelten. (Quelle: dpa/Ross D. Franklin/AP)

Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA: Er hatte wohl immer wieder Wutausbrüche, wenn Mitarbeiter seine Entscheidungen anzweifelten. (Quelle: Ross D. Franklin/AP/dpa)

Immer wieder soll der ehemalige US-Präsident heftige Wutanfälle gehabt haben. Donald Trumps Ex-Sprecherin berichtet nun, dass ein Mitarbeiter ihn dann mit Musik beruhigte – vor allem mit einem bestimmten Stück.

Ein "Musik-Mann" zur Beruhigung des Präsidenten: Die frühere Sprecherin von Ex-US-Präsident Donald Trump, Stephanie Grisham, plaudert in einem neuen Enthüllungsbuch Interna aus ihrer Zeit im Weißen Haus aus. So schildert sie laut Vorabberichten in US-Medien vom Dienstag, dass ein Mitarbeiter des Weißen Hauses den Auftrag gehabt habe, Trump bei Wutausbrüchen beruhigende Musik vorzuspielen. Der von Kollegen "Music Man" (Musik-Mann) genannte Mitarbeiter habe unter anderem auf "Memory" aus dem Erfolgsmusical "Cats" gesetzt.

Dem Buch "I'll Take Your Questions Now" (etwa: "Sie können mir jetzt Fragen stellen") zufolge hatte Trump immer wieder "furchterregende" Wutausbrüche. So habe er immer wieder den damaligen Rechtsberater des Weißen Hauses, Pat Cipollone, angeschrien, weil dieser Trumps Ansinnen wiederholt als "unethisch oder illegal" zurückgewiesen habe.

Trump verteidigte seinen Penis

An einer anderen Stelle schreibt Grisham, Trump habe sie einmal in der Präsidentenmaschine Air Force One zu sich beordert, um Äußerungen der Pornodarstellerin Stormy Daniels entgegenzutreten, sein Penis habe die Form eines "Pilzes". Sie habe "Äh, okay, Sir" geantwortet, schreibt Grisham laut "New York Times".

Ex-Sprecherin Stephanie Grisham: Sie sprach bei keiner Pressekonferenz, aus Sorge, Trump könnte von ihr verlangen, die Unwahrheit zu sagen. (Quelle: imago images/Stefani Reynolds)Ex-Sprecherin Stephanie Grisham: Sie sprach bei keiner Pressekonferenz, aus Sorge, Trump könnte von ihr verlangen, die Unwahrheit zu sagen. (Quelle: Stefani Reynolds/imago images)

Ohnehin sei Trumps Ego immer wieder ein Problem gewesen. So habe er sich bei einem mysteriösen Krankenhausbesuch im Jahr 2019 lediglich einer "sehr gewöhnlichen Prozedur" unterzogen, schreibt Grisham, und deutet an, es habe sich um eine Darmspiegelung gehandelt. Trump habe aber eine Anästhesie verweigert, weil er dann die Amtsbefugnisse vorübergehend an seinen Stellvertreter Mike Pence hätte abtreten müssen. Trump sei der Auffassung gewesen, dass das ein Zeichen von "Schwäche" sei.

Die Sprecherin hielt nie eine Pressekonferenz

Trump hat die Schilderungen in dem Buch, das nächste Woche in den Handel kommt, zurückweisen lassen. Grisham sei eine "verärgerte frühere Mitarbeiterin", ihr Buch sei "voller Unwahrheiten".

Grisham war weniger als ein Jahr lang Trumps Sprecherin im Weißen Haus. Sie sorgte unter anderem für Aufsehen, weil sie keine einzige Pressekonferenz leitete. Nach ihrer Zeit als Trump-Sprecherin wurde sie Pressesprecherin und Stabschefin von First Lady Melania.

In ihrem Buch liefert sie eine Erklärung, warum sie nie eine Presseunterrichtung im Weißen Haus abhielt. "Ich wusste, dass der Präsident früher oder später von mir verlangen würde, dass ich der Öffentlichkeit etwas sage, das nicht wahr ist oder das mich wie eine Verrückte klingen lassen würde."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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