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Sabotage an Nord Stream? Erste Bilder – "Es ist ein wirklich großes Loch"


"Das ist kein kleiner Riss. Es ist ein wirklich großes Loch"

  • Jonas Mueller-Töwe
Von Jonas Mueller-Töwe

Aktualisiert am 27.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Turbulenzen in der Ostsee: Diese Aufnahmen zeigen die Austrittsstellen der Nord Stream Lecks. (Quelle: t-online)
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Die dänischen Streitkräfte haben erste Bilder der riesigen Gaslecks in der Ostsee veröffentlicht. Andere Ursachen als Sabotage werden immer unwahrscheinlicher.

Aufnahmen aus einem Armeehubschrauber der norwegischen Streitkräfte zeigen erstmals die Austrittsstellen der drei Gaslecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream und Nord Stream 2. Die größte verursacht den Angaben der dänischen Streitkräfte zufolge Störungen an der Wasseroberfläche, die sich über eine Strecke von bis zu einem Kilometer erstrecken. Das kleinste Leck verursacht Störungen im Umkreis von etwa 200 Metern. Auch dadurch ist offenbar auf schwere Schäden zu schließen.

Gasleck in der Ostsee: Screenshot aus dem ersten verfügbaren Video.
Gasleck in der Ostsee: Screenshot aus dem ersten verfügbaren Video. (Quelle: Dänische Streitkräfte)

"Das ist kein kleiner Riss. Es ist ein wirklich großes Loch", sagte der Direktor der Dänischen Energieagentur Kristoffer Böttzauw dänischen Medien. Es sei bislang zu gefährlich, die Schäden aus der Nähe zu inspizieren – sie seien groß. Noch stehen konkrete Ermittlungsergebnisse der dänischen und deutschen Behörden aus, doch mittlerweile deutet alles auf Sabotage an den beiden deutsch-russischen Gaspipelines durch die Ostsee hin. Laut Informationen von t-online registrierten Erdebenmessstationen die Detonationen.

Weitere Luftaufnahme: Sabotage wird immer wahrscheinlicher.
Weitere Luftaufnahme: Sabotage wird immer wahrscheinlicher. (Quelle: Dänische Streitkräfte)

Öffentlich gemacht wurden die Aufnahmen am frühen Nachmittag von den dänischen Streitkräften. Auf den Foto- und Videoaufnahmen ist an der Oberfläche der Ostsee ein deutlicher Austritt von Gasmengen erkennbar. Um die Austrittsstellen wurden demnach Sicherheitszonen für Flug- und Schiffsverkehr eingerichtet. Überwacht werden sie von der dänischen Marine, das norwegische Militär unterstützt demnach mit Hubschrauberkapazitäten.

Bundesregierung vermutet Sabotage

Zeitgleich gehen Politik und Experten offenbar immer dringender davon aus, dass es sich bei den Schäden um das Ergebnis von Sabotage handelt. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten, sehe auch die Bundesregierung kaum mehr eine andere Möglichkeit. Ähnliches wird aus Dänemark berichtet, wenngleich öffentlich noch Zurückhaltung geübt wird. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki legte sich bereits fest.

Auch seitens Analysten werden angesichts der zeitgleich an mehreren Stellen auftretenden schweren Schäden ernsthafte Zweifel an anderen möglichen Erklärungen vorgebracht. So hält eine im Laufe des Genehmigungsprozesses erstellte Risikobewertung für Lecks an Nord Stream 2 fest, es gebe nur vier mögliche Ursachen. Zuerst auf den 517 Seiten starken Bericht aufmerksam gemacht hatte der Datenanalyst Oliver Alexander im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die ersten drei möglichen Ursachen seien für die derzeitige Lage höchst unwahrscheinlich, folgerte er: Die bekannten und nun sichtbaren Schäden seien weder durch Korrosion, mechanische Fehler oder Erdbeben zu erklären. Übrig bleiben als mögliche Ursachen laut Dokument: Sabotage, Militärübungen und Minen.

Über Motiv und Ursache wird bislang nur spekuliert. Vermutet wird allerdings, dass lediglich staatliche Stellen über die Möglichkeit für derartige Anschläge verfügen. Die russische Marine hat in der Ostsee ein starke Präsenz und verfügt über U-Boote, die vergleichbare Sabotageaktionen ermöglichen. Der Marine- und U-Boot-Experte H.I. Sutton vermutet allerdings eher Taucher oder Unterwasserdrohnen als Tatmittel.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • forsvaret.dk: "Gaslækage i Østersøen" (dänisch)
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  • Jonas Mueller-Töwe
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