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Pegida zieht Demo in Dresden auf Sonntag vor

Liefers und Co. kündigen Gegendemo an  

Pegida plant Kundgebung schon für Sonntag

23.01.2015, 22:25 Uhr | dpa

Pegida zieht Demo in Dresden auf Sonntag vor. Das islamfeindliche Pegida-Bündnis hat eine für Montag in Dresden angekündigte Kundgebung auf Sonntagnachmittag vorgezogen. (Quelle: imago/epd)

Das Dresdner Pegida-Bündnis marschiert. (Quelle: epd/imago)

Das islamfeindliche Pegida-Bündnis hat eine ursprünglich für Montag in Dresden angekündigte Kundgebung auf Sonntagnachmittag vorgezogen. Das bestätigte eine Sprecherin der Stadt, der ein entsprechender Antrag vorliegt. Demnach wurde von Pegida für Sonntag eine Kundgebung mit 25.000 Teilnehmern angemeldet. Die Gründe hingegen nicht: Als solche nennt die Gruppe mögliche Ausschreitungen angesichts geplanter Gegenproteste - und ein Konzert mit Herbert Grönemeyer.

Zuvor hatten die selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" auf ihrer Facebook-Seite angekündigt, erneut eine Kundgebung abhalten zu wollen - aber eben nicht wie bisher in Form eines montäglichen "Abendspaziergangs".

In Dresden formiert sich Widerstand

"Ohne Gratiskonzert, ohne Bezahlung" und "Jetzt erst recht", heißt es auf der Pegida-Fanpage. Damit nehmen die Organisatoren direkten Bezug auf eine für Montagabend geplante Gegenveranstaltung, zu der unter dem Motto "Offen und bunt - Dresden für alle" unter anderem Herbert Grönemeyer, Jan-Josef Liefers, Silly und Keimzeit erwartet werden. Dresden dürfe nicht der Intoleranz und Stimmungsmache überlassen werden, heißt es in dem Aufruf.

Auf der Facebook-Seite von Pegida heißt es zur Begründung für die Verlegung der eigenen Demonstration: "Wir machen eine Ausnahme und treffen uns am Sonntag zum 13. mal. Dies hat mehrere Gründe. Zum Ersten wäre da der Frieden und die Sicherheit unserer schönen Stadt. Wir wollen keinesfalls, dass es zu Ausschreitungen kommt, welche auf Grund der Großzahl linker Chaoten und Gewalttäter aus dem autonomen SAntifa-Spektrum (welche sich für Montag angekündigt haben) kommt."

Legida: Teilnehmerzahlen umstritten

Am Mittwoch hatte es in Leipzig eine Demonstration von der islamfeindlichen Gruppe "Legida" gegeben. Dagegen waren rund 20.000 Menschen auf die Straße gegangen. Zum Ende der Veranstaltung war es zu Zusammenstößen zwischen Legida-Anhängern und Gegendemonstranten aus dem linken Lager gekommen. Zudem wurde von zahlreichen Angriffen von "Legida"-Demonstranten auf Journalisten berichtet.

Über die Teilnehmerzahlen bei der Legida-Demo ist unterdessen eine Diskussion entbrannt. Die von Polizei und Stadt genannte Zahl von 15.000 Menschen wird von Fachleuten stark in Zweifel gezogen. Soziologen der Universität Leipzig legten das Ergebnis eigener Zählungen vor. Demnach hätten nur rund 4000 bis 5000 Menschen auf Seiten von Legida demonstriert. Gezählt worden sei mit drei unabhängigen Methoden, erklärte Statistik-Dozent Stephan Poppe. Keine der Varianten reiche nur annähernd an die offiziell genannten 15.000 heran. Die Polizei erklärte, man bleibe bei den vorgelegten Angaben.

"Anhänger wollen auch zum Konzert für Weltoffenheit"

Weiter heißt es auf der Pegida-Facebook-Seite zur Begründung des Sonntagtermins : "Zum Zweiten wollen sicher viele unserer Anhänger auch gern zum Konzert von Gröni und Sill...y usw und dies wollen wir denen natürlich ermöglichen. Der Anlass des Montags-Gratiskonzert (Weltoffenheit) klingt ja auch vernünftig und ist in unserem Sinne. Daher dank an den Veranstalter, welcher sicher einen hohen sechsstelligen Betrag - auch von den Steuergeldern der Pegida-Anhänger - dafür ausgibt. Das wollen wir dann natürlich auch genießen.
Also Freunde, bis Sonntag 14:30 auf dem Theaterplatz!"

Am vergangenen Montag war die Pegida-Kundgebung wegen einer Terror- und Morddrohung von Islamisten gegen den inzwischen zurückgetretenen Pegida-Chef Lutz Bachmann abgesagt worden. Bachmann trat inzwischen wegen eines Fotos von ihm in Hitler-Pose und ausländerfeindlicher Äußerungen im Internet von seinen Funktionen zurück. Auch alle anderen öffentlichen Veranstaltungen wurden untersagt.

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