Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Streit um Sendeplatz von ARD-"Weltspiegel": Beschwerdebrief von Journalisten

Journalisten schreiben Beschwerdebrief  

Streit in ARD um Sendeplatz für "Weltspiegel"

11.09.2019, 16:26 Uhr | dpa

Streit um Sendeplatz von ARD-"Weltspiegel": Beschwerdebrief von Journalisten. Das Logo der ARD: In einem Beschwerdebrief protestieren mehrere ARD-Mitarbeiter gegen die Umstrukturierung. (Archivbild) (Quelle: imago images/Christian Grube)

Das Logo der ARD: In einem Beschwerdebrief protestieren mehrere ARD-Mitarbeiter gegen die Umstrukturierung. (Archivbild) (Quelle: Christian Grube/imago images)

Vor der "Tagesschau" kommt der "Weltspiegel" – daran haben sich viele ARD-Zuschauer gewöhnt. Nun soll das Format einer anderen Sendung weichen. Doch es gibt Protest.

In der ARD wird heftig über den prominenten Platz der Auslandssendung "Weltspiegel" am Sonntagvorabend im Ersten diskutiert. Die Zeit direkt vor der "Tagesschau" könnte internen Überlegungen zufolge künftig dem Sport gehören. Der traditionsreiche "Weltspiegel" müsste dafür auf einen früheren Zeitpunkt umziehen.

Gegen solche Pläne haben unter anderem ARD-Auslandskorrespondenten und Verantwortliche aus Redaktionen der einzelnen ARD-Sender in einem Beschwerdebrief protestiert, über den zuerst das "Handelsblatt" berichtete. Die Absender beklagen dem Bericht zufolge, dass damit ein "jahrelang gelernter Sendeplatz" verloren gehe. Dies sei in der Diskussion um die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine falsche Entscheidung.

Das Ende der "Lindenstraße" bedeutet viel Veränderung

Eine Neuordnung liegt federführend in der Hand der Programmdirektion. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, verwies in einer Stellungnahme darauf, dass ab April 2020 das Sonntagvorabendprogramm des Ersten neu geordnet werde – wenn die letzten Folge der sonntäglichen "Lindenstraße" ausgestrahlt worden sei. "Hierfür werden derzeit mehrere Varianten diskutiert. Wir bitten um Verständnis, dass wir diese Schemadiskussion ausschließlich intern führen." Die Öffentlichkeit werde zu gegebener Zeit über die Pläne informiert.
 

 
Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, stellte klar: "Es ist noch keine definitive Entscheidung getroffen worden, die Runde der ARD-Intendantinnen und Intendanten wird sich bei ihrer Tagung kommende Woche damit befassen." Die Intendanten der öffentlich-rechtlichen ARD-Anstalten treffen sich am Montag und Dienstag zu ihrer nächsten regulären Sitzung in Stuttgart.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal