Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Debatte über Auschwitz-Befreiung: Bundespolitiker wollen 8. Mai als Feiertag

Viel Unterstützung für Vorschlag  

Bundespolitiker offen für neuen Feiertag

28.01.2020, 17:24 Uhr | AFP

Debatte über Auschwitz-Befreiung: Bundespolitiker wollen 8. Mai als Feiertag. Eine Blume auf einem Ehrenfiredhof für die Opfer eines Konzentrationslagers: Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano formulierte ihren Vorschlag in einem offenen Brief. (Archivbild) (Quelle: imago images/BildFunkMV)

Eine Blume auf einem Ehrenfiredhof für die Opfer eines Konzentrationslagers: Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano formulierte ihren Vorschlag in einem offenen Brief. (Archivbild) (Quelle: BildFunkMV/imago images)

In diesem Jahr ist der 8. Mai ein Feiertag, weil sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal jährt. Warum ist das nicht immer so? Diese Frage hat eine Auschwitz-Überlebende der Kanzlerin gestellt.

Der Vorschlag der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, den 8. Mai zu einem bundesweit gesetzlichen Feiertag zu erklären, stößt im Bundestag auf breite Unterstützung. "Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung, der das demokratische Deutschland erst möglich machte", sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Ähnlich äußerte sich die Linken-Spitze sowie Vertreter von SPD und FDP.

"Der 8. Mai als Feiertag mahnt uns, die deutschen Verbrechen nicht zu relativieren – und wäre ein bleibender 'Pflock' in der deutschen Erinnerungskultur", sagte Göring-Eckardt. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte den RND-Zeitungen: "Die Befreiung vom Hitler-Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkrieges – die bedingungslose Kapitulation – bilden die Grundlage des demokratischen Deutschlands."

Die Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping plädierte ebenfalls für einen dauerhaft arbeitsfreien 8. Mai in Deutschland: "Ob der Tag zum ausgelassenen Feiern, zum stillen Gedenken oder zum Besuch einer Gedenkstätte genutzt wird, hängt dann von jedes einzelnen Familiengeschichte und der jeweiligen persönlichen Verbindungen zu diesem Tag ab", sagte sie den RND-Zeitungen.

Der 8. Mai könnte auch ein europaweiter Feiertag werden

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte, der 8. Mai sei ein zentraler Tag in der europäischen Geschichte und solle daher am besten europaweit als Feiertag begangen werden. In einigen Ländern, wie Frankreich und Tschechien, ist dies bereits der Fall.

Für die SPD machte sich die Berliner Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe für den 8. Mai als Feiertag stark: "Es ist unsere Verpflichtung gegenüber allen Ermordeten und Überlebenden, dafür zu sorgen, dass Antisemitismus in unserem Land niemals mehr geduldet und akzeptiert wird", sagte sie den RND-Zeitungen.

In einem offenen Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel hatte sich Bejarano dafür ausgesprochen, den 8. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Im Land Berlin ist der 8. Mai in diesem Jahr anlässlich des 75. Jahrestages der Kapitulation der Wehrmacht einmalig gesetzlicher Feiertag.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal