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Corona-Pandemie – Kanzlerin Merkel: "Bedürfnisse von jungen Leuten nicht vergessen"

Belastungen durch Corona  

Merkel: "Bedürfnisse von jungen Leuten nicht vergessen"

07.05.2021, 13:49 Uhr | dpa, AFP

Corona-Pandemie – Kanzlerin Merkel: "Bedürfnisse von jungen Leuten nicht vergessen". Angela Merkel bei der Online-Podiumsdiskussion: Die Kanzlerin hat sich mit den Problemen der Jugend auseinandergesetzt. (Quelle: dpa/Tobias Schwarz/AFP)

Angela Merkel bei der Online-Podiumsdiskussion: Die Kanzlerin hat sich mit den Problemen der Jugend auseinandergesetzt. (Quelle: Tobias Schwarz/AFP/dpa)

Kinder und Jugendliche stehen aufgrund der Pandemie vor einigen Problemen. Kanzlerin Merkel hat den Jüngeren ein offenes Ohr geschenkt – und Hoffnung auf den Sommer gemacht.

Bei einer Veranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) haben Jugendliche auf die psychischen Belastungen für ihre Altersgruppe im Corona-Lockdown aufmerksam gemacht. Mehrere Teilnehmer der "Jugendpolitiktage 2021" in Berlin berichteten am Freitag über Stress und psychischen Druck in der Pandemie. Merkel sagte, in der aktuellen Situation seien viele "einfühlsame Pädagogen" nötig.
 

 
Giffey stellte einen gestiegenen Bedarf bei Hilfemaßnahmen fest, das Kinder- und Jugendtelefon "Nummer gegen Kummer" erhalte wesentlich mehr Anrufe als noch vor Beginn der Pandemie. Die Mittel seien deshalb aufgestockt worden, außerdem wurden die Zeiten der Erreichbarkeit der "Nummer gegen Kummer" verlängert. Die 14 Millionen Jugendlichen in Deutschland seien jedoch keine "verlorene Generation", betonte die Ministerin. Sie könnten vielmehr "stolz sein auf das, was sie geleistet haben".

Jugendliche sollen Impfung schnell bekommen

Als weitere Themen in der Diskussionsrunde kamen auch Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche und Frauen, die Wahrnehmung der LGBTQ-Gemeinde in der Schule oder das umstrittene Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos zur Sprache. An den viertägigen "Jugendpolitiktagen", die vom Bundesfamilienministerium organisiert werden, nehmen insgesamt 550 junge Politikinteressierte teil.

Mit Blick auf die für den Sommer geplanten Impfangebote für Jugendliche ab zwölf Jahren sagte Merkel: "Wir wollen ja sowieso dann ab Anfang Juni die Priorisierung aufheben. Aber wir werden auch mit den Ländern darüber sprechen: 'Wie können wir möglichst sicherstellen, dass dann die jungen Leute auch schnell drankommen?'"

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten kürzlich bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Präparats für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Merkel zeigte sich sehr zuversichtlich: "Das wird sicherlich sehr zeitnah passieren."

Berichtigter Anspruch auf Bewegung

Gerade junge Menschen hätten "eine große Mobilität und einen berechtigten Anspruch darauf, sich zu bewegen und auch sicher zu sein", betonte die Kanzlerin. "Deshalb werden wir alles daran setzen – in Abhängigkeit natürlich von den verfügbaren Impfdosen –, diese Gruppe nicht aus dem Auge zu verlieren." Merkel warnte aber auch davor, Ältere zu vergessen, die noch nicht geimpft sind.

Die CDU-Politikerin bedankte sich bei Kindern und Jugendlichen für Solidarität in der Pandemie. "Das sind große, große Einschränkungen, die da sind, das Lernen, das Alleinsein", sagte sie mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen. Trotz großer Löcher im Haushalt und hoher Ausgaben durch Corona mahnte sie, "die Bedürfnisse von jungen Leuten, von Kindern, nicht zu vergessen, sondern im Mittelpunkt zu behalten".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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