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Israel und Palästina: Greta Thunberg wird für Nahostkonflikt-Tweet kritisiert


"Mach deine Hausaufgaben, Greta!"
Greta Thunberg wird für Tweet zum Nahostkonflikt kritisiert

Von rtr, mam

Aktualisiert am 11.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Greta Thunberg: Die Klimaaktivistin hat sich bislang nicht zu ihrem Tweet geäußert.Vergrößern des BildesGreta Thunberg: Die Klimaaktivistin hat sich bislang nicht zu ihrem Tweet geäußert. (Quelle: Dogwoof Pictures/imago-images-bilder)
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Auf dem Twitteraccount von Greta Thunberg dreht sich alles ums Klima – eigentlich. Mit einem Tweet zum Nahostkonflikt hat die Klimaaktivistin für Empörung gesorgt. Nun verteidigt sich die Schwedin.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich nach harscher Kritik auf ihre Äußerung zum Nahostkonflikt erneut auf Twitter zu dem Thema geäußert.

"Um es ganz klar zu sagen", schrieb die Klimaaktivistin, "Ich bin nicht "gegen" Israel oder Palästina. Unnötig zu erwähnen, dass ich gegen jede Form von Gewalt oder Unterdrückung von irgendjemandem oder irgendeinem Teil bin. Und nochmals – die Entwicklungen in Israel und Palästina sind erschütternd."

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Thunberg war scharf kritisiert worden, nachdem sie am Montagabend auf Twitter schrieb, die Entwicklungen in Jerusalem und Gaza seien "erschütternd". Dazu setzte sie den Hashtag "#SaveSheikhJarrah". Dazu teilte sie einen Tweet der kanadischen Autorin Naomi Klein, in dem diese Israel "ein Kriegsverbrechen nach dem anderen" vorwirft.

Mack: "Kein Wort über den Raketenterror der Hamas?"

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Der Konflikt im Nahen Osten spitzte sich in den letzten Tagen zu. Am Montag feuerte die palästinensische Terrororganisation Hamas nach Angaben der israelischen Armee 150 Raketen auf Israel ab. Israel reagierte mit Luftangriffen auf den Gazastreifen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza kamen dabei 22 Palästinenser ums Leben.

Was hat es mit dem Nahostkonflikt auf sich? Juden als auch Araber erheben auf Grund ihrer Geschichte Anspruch auf das Land Palästina. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss die UN die Teilung des Landes in zwei Staaten. Daraufhin brach ein Kampf zwischen Israel und Palästinensern aus, der bis heute anhält.

Thunberg bezieht sich in ihrem Tweet allerdings nur auf Israels Gegenangriffe. Die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen lässt sie unerwähnt. "Kein Wort über den Raketenterror der Hamas?", fragte daraufhin der ehemalige Grünen-Politiker Daniel Mack. Er wies darauf hin, dass Klein nicht nur Klimaaktivistin, sondern auch Anhängerin der BDS-Bewegung (Boykott-, Desinvestitionen- und Sanktions-Kampagne) ist. "@NaomiAKlein ist eine BDS (Boykott, Desinvestition und Saktions) Aktivistin!", schrieb Mack.

Kritik auf Twitter: "Mach deine Hausaufgaben, Greta!"

Der Deutsche Bundestag verurteilte die BDS-Bewegung im Mai 2019 als antisemitisch und entzog ihr und nahestehenden Projekten daraufhin die finanzielle Unterstützung. BDS setzt sich dafür ein, Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch zu boykottieren. In etwa zeitgleich zum Post von Thunberg verbreitete der internationale Instagram-Account der "Fridays for Future"-Bewegung sogar einen BDS-Boykott-Aufruf gegen Israel.

Auch der frühere Grünen-Politiker Volker Beck kommentierte Thunbergs Tweet. "Haben Sie etwas über die Raketenangriffe der Hamas und deren positiven Einfluss auf das Klima zu sagen?", fragte er. Auch andere Nutzer reagierten ungläubig. Einer kommentierte: "Mach deine Hausaufgaben, Greta!" Thunberg hat sich bislang nicht zur Kritik an ihrem Tweet geäußert. Auf ihrem Account teilt sie seitdem Beiträge zu klimapolitischen Inhalten.

Für "Fridays for Future" in Deutschland kommt die Diskussion um Thunberg und die internationale Klimabewegung zur Unzeit. Erst am Wochenende hatte Sprecherin Luisa Neubauer dem CDU-Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen vorgeworfen, antisemitische Inhalte zu verbreiten. Mehrere deutsche Aktivisten distanzierten sich umgehend von Neubauers Äußerungen. Der offizielle Twitter-Account der deutschen Bewegung schrieb, Antisemitismus sei "nicht nur Problem extremen Rechten, sondern in verschiedensten Teilen der Gesellschaft präsent".

Verwendete Quellen
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