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Papst: "H├Âren wir auf zu jammern"

Von dpa
Aktualisiert am 25.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Papst Franziskus bei der Christmette: "Weinen wir nicht der Gr├Â├če nach, die wir nicht haben."
Papst Franziskus bei der Christmette: "Weinen wir nicht der Gr├Â├če nach, die wir nicht haben." (Quelle: Alessandra Tarantino/AP/dpa-bilder)
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Am Abend hielt das Oberhaupt der katholischen Kirche die Christmette im Petersdom in Rom. Dort forderte er die Menschen zu Demut auf ÔÇô besonders die arme arbeitende Bev├Âlkerung hob er hervor.

Bescheidenheit und die kleinen Dinge: Papst Franziskus hat die Menschen an Heiligabend aufgefordert, nicht nur nach Erfolg zu streben, sondern dem├╝tig zu sein. "Weinen wir nicht der Gr├Â├če nach, die wir nicht haben. H├Âren wir auf, zu jammern und lange Gesichter zu machen, und lassen wir ab von der Gier, die uns immer unbefriedigt l├Ąsst", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitagabend in der Christmette im Petersdom. Die Menschen wollten auf ein Podest klettern und gro├č rauskommen, w├Ąhrend sich Gott der Welt in Demut zeige, predigte der Pontifex.

Der Papst hob in seiner Ansprache besonders die arme arbeitende Bev├Âlkerung hervor. Es sei wichtig, den Menschen durch Arbeit W├╝rde zu verleihen, erkl├Ąrte er. Sie seien Herr und nicht Sklave der Arbeit. "An dem Tag, an dem wir das Kommen des Lebens feiern, wollen wir erneut sagen: keine weiteren Todesf├Ąlle bei der Arbeit. Setzen wir uns daf├╝r ein", forderte Franziskus.

F├╝r den 85-J├Ąhrigen war es erneut ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen. Im Petersdom in Rom sa├čen rund 2.000 Gl├Ąubige und Kirchenvertreter um den zentralen Papstaltar, wie der Heilige Stuhl am Abend best├Ątigte. Vor der Basilika versammelten sich Dutzende Menschen auf dem Petersplatz.

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In diesem Jahr mehr Leute zugelassen

Im vergangenen Jahr feierte Franziskus mit lediglich einigen Dutzend Menschen. Zwar waren in diesem Jahr deutlich mehr Leute zugelassen, allerdings mussten sie sich an den Mindestabstand halten und Masken tragen. Der Papst d├╝rfte nach Ansicht von Vatikan-Experten wenig zufrieden mit den beschr├Ąnkteren Feierlichkeiten sein. In den Jahren vor Corona feierte er den f├╝r praktizierende Katholiken wichtigen Tag im Kirchenjahr zu Jesu Christi Geburt mit Tausenden.

Demut schien dem Argentinier in diesem Jahr wichtig gewesen zu sein. Schon beim traditionellen Weihnachtsempfang der r├Âmischen Kurie ÔÇô der vatikanischen Kirchenverwaltung ÔÇô am Donnerstag rief Franziskus dazu auf. "Nur wenn wir dienen und unsere Arbeit als Dienst verstehen, k├Ânnen wir wirklich f├╝r alle n├╝tzlich sein", erkl├Ąrte er vor den Kardin├Ąlen und Kurienbisch├Âfen.

Andernorts begannen im Heiligen Land am Freitag die traditionellen Weihnachtsfeierlichkeiten. In Bethlehem im Westjordanland traf am Nachmittag bei kaltem Wetter die Weihnachtsprozession ein. Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, wurde von zahlreichen einheimischen Besuchern und religi├Âsen W├╝rdentr├Ągern auf dem Krippenplatz vor der Grabeskirche begr├╝├čt. Der in ein pinkfarbenes Gewand gekleidete Patriarch war mittags in Jerusalem mit einem Wagenkonvoi aufgebrochen. Pfadfinder marschierten vor seiner Ankunft zu Trommelmusik durch die Stra├čen Bethlehems. Viele von ihnen spielten Trompete oder Dudelsack.

Zum zweiten Mal in Folge finden die Feiern unter Corona-Einschr├Ąnkungen statt. Um die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus einzud├Ąmmen, hatte Israel zu Monatsbeginn wieder die Grenzen f├╝r Ausl├Ąnder geschlossen. Deshalb finden die Weihnachtsfeiern auch in diesem Jahr ohne Touristen und Pilger statt.

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