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Rainer Wendt erhielt Beamtenbesoldung, ohne als Polizist zu arbeiten

ARD-Bericht  

Wendt bekam Beamtensold, ohne als Polizist zu arbeiten

04.03.2017, 13:34 Uhr | dpa

Rainer Wendt erhielt Beamtenbesoldung, ohne als Polizist zu arbeiten. Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. (Quelle: dpa)

Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. (Quelle: dpa)

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, ist nach einem Medienbericht über viele Jahre vom Land Nordrhein-Westfalen bezahlt worden, ohne als Polizist zu arbeiten. 

Wendt räumte laut ARD-Politikmagazin "Report München" kurz vor seinem vorzeitigen Ausscheiden aus dem nordrhein-westfälischen Polizeidienst ein, er bekomme eine Besoldung als Hauptkommissar, obwohl er diese Tätigkeit nicht ausübe.

Der 60-Jährige hatte nach Auskunft des NRW-Innenministeriums Ende Februar einen Antrag auf vorzeitigen Ruhestand gestellt, dem das Land entsprochen habe. Über das vorzeitige Ausscheiden von Wendt aus dem Polizeidienst hatte auch die "Rheinische Post" berichtet. Er bleibe aber Bundesvorsitzender der Gewerkschaft, sagte Wendt der Zeitung. 

Nach Angaben des NRW-Innenministeriums war bereits vor mehr als zehn Jahren von der damaligen Spitze des Hauses die Zusage zur faktischen Freistellung erteilt worden. Wie Wendt im Interview von "Report München" sagte, sollte durch seine Besoldung die DPolG unterstützt werden, da diese bei den Personalratswahlen nicht genug Stimmen bekommen hatte, um eine Freistellung von Personalräten zu erreichen.

"Natürlich arbeite ich dort nicht aktiv" 

Wendt wurde dem Bericht zufolge im Jahr 2010 vom Polizeipräsidium Mönchengladbach ins Landesamt für Polizeiliche Dienste in Duisburg versetzt und dort zum Hauptkommissar befördert. Der Beamte hatte nach eigenen Angaben eine Teilzeitstelle auf der Basis von 28 Wochenstunden, berichtet "Report" weiter. "Natürlich arbeite ich dort nicht aktiv", sagte Wendt dem Magazin.

Stattdessen widmete er sich seiner Tätigkeit für die DPolG mit Sitz in Berlin, deren Bundesvorsitzender er seit dem Jahr 2007 ist und die ihm eine Aufwandsentschädigung bezahle. Wendt war nach Angaben des Ministeriums zuvor drei Jahre parallel der Landesvorsitzende der Gewerkschaft in NRW. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezahle ihren Landesvorsitzenden aus eigener Tasche.

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