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Bundestag stimmt für Gesetz gegen Hasskommentare

Mehr Schutz im Internet  

Bundestag stimmt für Gesetz gegen Hasskommentare

30.06.2017, 10:25 Uhr | rtr

Bundestag stimmt für Gesetz gegen Hasskommentare. Die Bundesregierung hat mit Stimmen von CDU und SPD ein neues Gesetz zum Vorgehen gegen Hasskommentare im Internet verabschiedet. (Quelle: dpa/Lukas Schulze)

Die Bundesregierung hat mit Stimmen von CDU und SPD ein neues Gesetz zum Vorgehen gegen Hasskommentare im Internet verabschiedet. (Quelle: Lukas Schulze/dpa)

Internetplattformen wie Facebook und Twitter müssen künftig konsequenter gegen Hasskommentare und Falschnachrichten vorgehen. Nach monatelanger Debatte verabschiedete der Bundestag dazu mit den Stimmen von Union und SPD ein Gesetz.

Dieses verpflichtet die Betreiber von sozialen Netzwerken, offensichtlich strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Beschwerde zu löschen oder zu sperren. Sonstige rechtswidrige Inhalte müssen "in der Regel" innerhalb von sieben Tagen gelöscht oder gesperrt werden.

Die sozialen Netzwerke können die Entscheidung auch an gemeinsame Einrichtungen der Plattformbetreiber abgeben, die unabhängig sein müssen. Diese müssen ebenfalls binnen sieben Tagen über die Strafbarkeit des gemeldeten Inhalts entscheiden.

Die Parlamentarier des Deutschen Bundestages haben sich für den neuen Gesetzentwurf zum Thema Hass im Internet ausgesprochen. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)Die Parlamentarier des Deutschen Bundestages haben sich für den neuen Gesetzentwurf zum Thema Hass im Internet ausgesprochen. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)

Die Netzwerk-Betreiber werden mit dem Gesetz verpflichtet, den Nutzern ein leicht erkennbares, unmittelbar erreichbares und ständig verfügbares Verfahren zur Übermittlung von Beschwerden anzubieten. Nutzerbeschwerden müssen sie unverzüglich zur Kenntnis nehmen und auf strafrechtliche Relevanz prüfen.

Bußgelder bis 50 Millionen Euro möglich

Wird ein Beschwerdemanagement nicht oder nicht richtig eingerichtet, droht eine Geldbuße. Diese kann fünf Millionen Euro gegen eine für das Beschwerdeverfahren verantwortliche Person betragen. Gegen das Unternehmen selbst kann die Geldbuße bis zu 50 Millionen Euro ausmachen. Bundesjustizminister Heiko Maas sagte, mit dem Gesetz werde das "verbale Faustrecht" im Netz beendet und die Meinungsfreiheit aller geschützt.

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