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Keine Hinweise auf IS-Zellen: Mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg festgenommen

Haftbefehl gegen Dschihadisten  

Mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg festgenommen

17.04.2019, 12:45 Uhr | dpa

Keine Hinweise auf IS-Zellen: Mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg festgenommen. Ein mutmaßliches IS-Mitglied wurde in Hamburg festgenommen.

Ein mutmaßliches IS-Mitglied wurde in Hamburg festgenommen. Mit einem Hubschrauber der Bundespolizei soll der Verdächtige zu Ermittlungsrichtern vom BGH geflogen werden. Foto: Bodo Marks. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Hamburg festnehmen lassen. Der Zugriff erfolgte durch Beamte des Landeskriminalamtes, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" darüber berichtet. Gegen den 28 Jahre alten Deutschen lag seit dem 11. April ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Organisation vor.

Der Verdächtige soll sich im November 2013 dem IS in Syrien angeschlossen haben. Dort habe er eine militärische Ausbildung absolviert und sei im März 2014 nach Deutschland zurückgekehrt, wo er sich um neue Mitglieder für den IS bemüht habe. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll er im Sommer 2014 einer Person die Reise in das damalige Herrschaftsgebiet des IS ermöglicht haben.

Der 28-Jährige sollte noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheidet.

Nach Berichten über zwei versteckte IS-Kommandos in Deutschland hat das Bundesinnenministerium erklärt, es lägen aktuell keine Hinweise zu den angesprochenen Terrorzellen vor. Doch füge sich diese Presseberichterstattung grundsätzlich in die aktuelle Einschätzung der Gefährdungslage ein, erklärte heute ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die "Sunday Times" hatte von einem Schreiben von IS-Führern an ihren Chef Abu Bakr al-Bagdadi berichtet, in denen von zwei Terrorzellen in Deutschland und einer in Russland die Rede ist. Diese sollten ungläubige Kapitalisten töten, Banken hacken und Überfälle verüben, um Geld für den IS zu erbeuten. Außerdem sollten sie Attacken mit Fahrzeugen verüben. Die Redaktion hat nach eigenen Angaben eine nach Kämpfen in Syrien entdeckte Festplatte von IS-Mitgliedern einsehen können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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