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Video: Scientists4Future appellieren mit Gretas und Rezos Hilfe an die Politik

Mit Rezo und Greta  

Klimaappell: 133 Forscher fordern schnelles Handeln

Von Lars Wienand

17.09.2019, 12:43 Uhr
Video: Scientists4Future appellieren mit Gretas und Rezos Hilfe an die Politik. Wissenschaftler appellieren an die Politik: 133 Wissenschaftler sandten Beiträge für das Video der "Scientists for Future". (Quelle: Screenshot YouTube)

Wissenschaftler appellieren an die Politik: 133 Wissenschaftler sandten Beiträge für das Video der "Scientists for Future". (Quelle: Screenshot YouTube)

Die Bundesregierung will ihr Klimapaket beschließen, Österreich und die Schweiz wollen wählen: Kurz vorher gehen Wissenschaftler unter dem Namen "Scientists for Future" in einem Video in die Offensive.

In 9:32 Minuten senden 133 Wissenschaftler eine Botschaft an die Regierungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz: Die Initiative "Scientists for Future" fordert sie in einem "Aufruf an die Politik" auf, "umgehend wirksame Maßnahmen des Klimaschutzes zu ergreifen." Unsere Zukunft sei in Gefahr, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Video. "Die Konsequenzen daraus müssen entschlossen gezogen werden – nicht irgendwann, JETZT!"

Zwischen den Statements der Wissenschaftler tritt als Gast auch Greta Thunberg auf: Sie bedankt sich für die Unterstützung durch die Wissenschaftler und moderiert mit "Hört jetzt gut zu!" die weiteren Erläuterungen an. YouTuber Rezo wirkte nach Angaben von "Scientists for Future" als künstlerischer Berater mit. "Er hatte uns mit seinem Video auch dazu gebracht, uns noch einmal so zu melden", sagt Politikwissenschaftlerin Judith Nora Hardt vom Koordinatorenteam. 

Kein wirksamer Klimaschutz ohne Politik

In dem Video unterstreichen die Wissenschaftler kurz vor dem globalen Klimastreik am 20. September, wie nötig politische Weichenstellungen sind: Klimafreundliche Entscheidungen der Menschen bei Konsum und Wahl des Lebensstils würden so erst möglich. Anreize durch politische Entscheidungen seien auch für eine mutige Neuausrichtung von Geschäftsmodellen und Investitionen nötig. 

Im Video sprechen die Wissenschaftler von "marktbasierten und ordnungspolitischen Maßnahmen" und fordern eine entsprechende Infrastruktur. In einem eigenen Papier haben sich die Wissenschaftler für CO2-Preise ausgesprochen, zugleich aber erklärt, dass das allein gute Klimapolitik noch nicht ausmache. Im Video zeigen sie auf, dass die Klimaziele mit den bisherigen Maßnahmen verfehlt werden. Der Kurzfilm wird auch am 20. September in einigen größeren Kinos in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gezeigt.

Der Appell kommt kurz vor der Entscheidung der deutschen Bundesregierung über ihr Maßnahmenpaket zum Klimaschutz und kurz vor den Parlamentswahlen in Österreich und der Schweiz. Das Video ist deshalb nicht nur an ein Appell an die Politik, sondern auch an die Wähler. Österreichs Klimapäpstin Helga Kromp-Kolb mahnt, bei den anstehenden Wahlen in Österreich die Anliegen der jungen Menschen von Fridays for Future zu berücksichtigen. 

Macher können nicht alle Einsendungen unterbringen

An dem Video wollten so viele Wissenschaftler mitwirken, dass längst nicht alle eingereichten Videos im "Aufruf an die Politik" mit Ton untergebracht werden konnten. Im Video spiegelt sich die ganze Bandbreite der "Scientists for Future" wider, die im März eine von 26.000 Wissenschaftlern unterzeichnete Erklärung vorgelegt hatten: Darunter sind absolute Experten für das Klimageschehen, wie beipielsweise Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, einer der meistzitierten Forscher der Welt und unter den Autoren der Berichte des UN-Weltklimarats. 

Es sind aber auch Experten aus diversen anderen Disziplinen dabei, wie die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung oder Sozialogin Jutta Allmendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.


Am prominentesten dürfte Moderator und Mediziner Eckart von Hirschhausen sein. Mit Maja Göpel ist aber auch die Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen dabei. 

Verwendete Quellen:

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