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Corona – Nach Ramelow-Vorstoß in Thüringen: Bayern droht mit Gegenmaßnahmen

Thüringen-Pläne "unverantwortlich"  

Nach Ramelow-Vorstoß: Bayern droht mit Gegenmaßnahmen

26.05.2020, 08:11 Uhr | dpa

Nach Ansage der Kanzlerin: Thüringen-Rückzug bei Corona-Beschränkungen

Die Corona-Beschränkungen sollen nach Kanzlerin Merkel auch nach dem 5. Juni noch gelten. Thüringens Ministerpräsident rudert nach seinem Vorstoß nun wieder zurück. (Quelle: t-online.de)

Nach Ansage der Kanzlerin: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow rudert bei seiner geplanten Aufhebung der Corona-Beschränkungen zurück. (Quelle: t-online.de)


Thüringen will die Corona-Einschränkungen ganz abschaffen. Das kommt nicht überall gut an. Bayern will deshalb "nicht tatenlos zusehen".

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann droht Thüringen mit Gegenmaßnahmen zu den in Aussicht gestellten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. "Die Vorschläge von Ministerpräsident Ramelow sind unverantwortlich", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Man werde die weitere Entwicklung in Thüringen sehr genau im Blick haben, "um in Bayern im Zweifel gegenzusteuern". Herrmann sagte weiter: "Wir werden sicher nicht tatenlos zusehen, wie Ramelow große Erfolge im Kampf gegen das hochgefährliche Corona-Virus sorglos zunichte macht." Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Thüringen will Lockdown beenden

Am Wochenende hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angekündigt, den allgemeinen Lockdown beenden und künftig auf landesweite Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. Die Gesundheitsämter vor Ort sollten aber lokale Vorgaben machen können, wenn es neue Infektionsherde gibt. In den öffentlichen Verkehrsmitteln soll es beim Mund-Nasen-Schutz bleiben. Das Kabinett in Erfurt tagt am Dienstag.

Der bayerische Innenminister sagte, Ramelow setze "alles bei der Corona-Bekämpfung bis jetzt Erreichte aufs Spiel und riskiert eine Verschlimmerung der Infektionslage". Zuvor hatte schon Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Ankündigung von weitreichenden allgemeinen Lockerungen als "fatales Signal" kritisiert und die Verantwortlichen in Thüringen aufgerufen, ihre Absicht zu überdenken.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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