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Hoffnung für Biergärten und Cafés: Malu Dreyer will Lockerungen bei Corona-Maßnahmen

Hoffnung für Biergärten und Cafés  

Dreyer setzt sich für Lockerungen bei Außengastronomie ein

27.02.2021, 04:52 Uhr | AFP

Hoffnung für Biergärten und Cafés: Malu Dreyer will Lockerungen bei Corona-Maßnahmen. Ein belebtes Café in München (Archivbild): Geht es nach Ministerpräsidentin Malu Dreyer, sollen die Menschen bald wieder im Freien einen Kaffee trinken können. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Ein belebtes Café in München (Archivbild): Geht es nach Ministerpräsidentin Malu Dreyer, sollen die Menschen bald wieder im Freien einen Kaffee trinken können. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Mehr Lockerungen, vor allem für die Außengastronomie, stehen auf der Wunschliste von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Schließlich werde das Wetter bald besser, die Menschen wollten wieder ins Freie.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) pocht auf klare Entscheidungen für Lockerungen der Corona-Maßnahmen bei den Bund-Länder-Beratungen am kommenden Mittwoch. "Wir brauchen Lösungen für den Einzelhandel, für Kultur, für die Außengastronomie, für körpernahe Dienstleistungen - aber auch für Hotels und Ferienwohnungen", sagte sie dem "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe).

Besonders sinnvoll seien zum Beispiel Erleichterungen für die Außengastronomie. "Das Wetter wird besser, die Menschen halten sich im Freien auf, sitzen auf Bänken und Treppen und trinken zum Beispiel Kaffee. Da kann ich doch einem Gastronomen schlecht verbieten, unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder Umsatz zu machen."

Sie sei auch dafür, die privaten Kontaktbeschränkungen zu lockern. Es sei "nicht gut für die Akzeptanz von Regeln, wenn eine Mehrheit sie für völlig praxisfern und unsinnig hält". Dreyer warnte davor, sich starr an einer Inzidenz von 35 Neuerkrankungen auf 100.000 Bewohner als Voraussetzung für Lockerungen zu orientieren. Berücksichtigt müssten auch die Zahl der Tests und Impfungen sowie die Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern.

Der Corona-Lockdown setze den Bürgern zunehmend zu. Die Menschen machten zwar immer noch diszipliniert mit, sagte Dreyer der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag). "Aber dass sie total gestresst sind von Corona ist ja auch klar." Das betreffe vor allem jene, die um ihre Existenz bangten, und auch jene, die an der Grenze der Belastung seien - wie beispielsweise Familien.

Müller warnt vor No-Covid-Strategie

Vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz zu den Corona-Maßnahmen hat sich der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller, gegen die von führenden Wissenschaftlern geforderte "No-Covid-Strategie" und für vorsichtige Lockerungen ausgesprochen. "No Covid ist aus der Gesundheitsperspektive das richtige Ziel. Das kann für uns aber nicht der einzige Maßstab sein, weil es nur langfristig und sehr schwer zu erreichen ist," sagte Michael Müller (SPD) dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe).

Bei einer "No-Covid-Strategie" drohten "fatale Folgen" in den Bereichen Soziales, Bildung und Wirtschaft. "Wir können nicht dauerhaft im Lockdown leben." Bei der letzten Ministerpräsidentenkonferenz sei deshalb beschlossen worden, die Schulen schrittweise zu öffnen und die Friseure aufzumachen. "Als Drittes wären dann, verbunden mit der 35er-Inzidenz und sinkenden Werten oder verstärktem Testeinsatz, Einzelhandel und Kultur dran", sagte Müller.

Montgemory fügt weitere Maßnahmen zu Lockerungsliste hinzu

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, spricht sich einer Zeitung zufolge für drei weitere Maßnahmen bei einer Lockerung aus. Es müsse erstens konsequent geimpft werden, zweitens eine gute Teststrategie vorliegen und drittens die Zahl der Neuinfektion überwacht werden. Damit könne ein Wiederaufflackern der Infektionen im Keim erstickt werden, sagt er der "Augsburger Allgemeine" laut Vorabbericht. Die Politik "kommt endlich ihrer Pflicht nach, nicht nur Lockdown und Einschränkungen zu verhängen, sondern sich Gedanken über kluge Ausstiegszenarien zu machen".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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