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Bundesländer erwarten große Mengen Impfstoff – zu viel?

Von Daniel Schreckenberg

Aktualisiert am 01.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Arzt öffnet einen Karton mit Ampullen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer.
Ein Arzt öffnet einen Karton mit Ampullen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer. (Quelle: imago-images-bilder)
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Deutschland bekommt immer mehr Impfstoffe. Was eigentlich Grund zur Freude sein sollte, könnte zum Problem werden – wenn nicht schneller geimpft wird. Eine Übersicht über die versprochenen Liefermengen.

Der Impfstoff ist knapp – doch noch immer werden in Deutschland nicht alle verfügbaren Vakzindosen auch verimpft. So waren bis zum Freitag von fast 8,5 Millionen Dosen der bisher zugelassen Mittel der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca noch 2,6 Millionen übrig. Bereits am Wochenende sind aber allein noch einmal 650.000 Dosen von Astrazeneca hinzugekommen.

Was nun zu einem Problem werden könnte: Deutschland impft zu langsam. Gerade einmal 143.000 Menschen täglich werden im Sieben-Tage-Schnitt in Deutschland geimpft. Ändert sich in den nächsten Wochen nichts daran, könnte die Bundesrepublik mit der Vakzin-Schwemme überfordert werden. Denn bis April liefern die drei Hersteller erneut Millionen Dosen – zudem steht mit dem Mittel von Johnson & Johnson ein weiterer Hersteller kurz vor der Zulassung in Europa. Mitte März soll es so weit sein, 200 Millionen Dosen hat die EU bestellt, bis Juni soll die Hälfte davon geliefert werden.


Was aber ist bis Ostern an Impfstoff vorhanden? Eine Aufzählung des Gesundheitsministeriums gibt Antwort: So liefert Astrazeneca in der ersten Märzwoche über eine Million Impfstoffdosen, Mitte März sollen noch einmal knapp 250.000 sowie über 556.000 Dosen hinzukommen. Ende März folgen fast 670.000 Dosen und zum ersten April noch einmal fast 950.000.

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Eine detaillierte Auflistung, wie viele Impfdosen Ihr Bundesland bekommt, können Sie hier entnehmen:

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Auch vom Mainzer-Impfstoffhersteller Biontech sind weitere Millionen Dosen geplant. Bis Anfang April hat das Unternehmen dann bereits über 11,5 Millionen Dosen geliefert. Diese summieren sich wie folgt auf: Anfang März kommt fast eine Million Dosen, dann folgen in zwei Wochenschritten jeweils erneut eine Million Dosen. Die detaillierte Lieferliste für Ihr Bundesland finden Sie hier. Anmerkung: Bis Ende Februar gelieferte Biontech-Dosen sind in der Gesamtzahl enthalten:

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Der US-Konzern Moderna lieferte bisher am wenigsten Impfdosen aller zugelassen Mittel. Doch auch bei diesem Hersteller werden es in den kommenden Wochen deutlich mehr. So sollen bis zum 4. April mehr als 1,7 Million Dosen geliefert werden – aufgeteilt in zwei Lieferchargen. Einen Überblick über die einzelnen Bundesländer sehen Sie hier.

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Bund und Länder wollen erklärtermaßen möglichst schnelle Fortschritte beim Impfen. Denn dadurch sollen weniger Menschen an und mit Covid-19 sterben oder daran schwer erkranken. Impfen gilt auch als einzige Maßnahme, um die Pandemie insgesamt einzudämmen.

Deutschlands Kassenärzte machen seit Tagen Druck, dass die Länder ihre Impfprogramme entbürokratisieren und die Ärzte über die Impfzentren hinaus so früh wie möglich einbinden sollen. Bis Ostern könnten ihren Berechnungen nach mehr als zwei Millionen zusätzliche Erstimpfungen gespritzt werden, wenn keine Impfdosen mehr für Zweitimpfungen zurückgelegt werden. Bis zum Beginn der Sommerferien in den ersten Ländern könnten es sogar mehr als 7,5 Millionen sein. Demnach könnten dann 58 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten – nicht 47 Prozent, wie bisher geplant.

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Von Liesa Wölm
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