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Corona-Impfung für alle könnte schon Ende Mai kommen

Keine Priorisierung mehr?  

Bericht: Impfung für alle könnte schon Ende Mai kommen

22.04.2021, 10:27 Uhr | joh, lw, t-online

Corona-Impfung für alle könnte schon Ende Mai kommen. Corona-Impfung: Die Priorisierung soll womöglich Ende Mai aufgehoben werden.  (Quelle: imago images/Frank Sorge)

Corona-Impfung: Die Priorisierung soll womöglich Ende Mai aufgehoben werden. (Quelle: Frank Sorge/imago images)

Kaum ein anderes Thema ist derzeit so wichtig: Wann wird die Impfpriorisierung aufgehoben und bekommt jeder die langersehnte Spritze gegen Corona? Eine Antwort darauf scheint sich abzuzeichnen. 

Schon Ende Mai könnte es so weit sein: Eine Impfung gegen das Coronavirus soll dann nicht mehr nur in bestimmten Gruppen erfolgen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf interne Gespräche zwischen der Bundesregierung sowie den Chefs der Staatskanzleien der Länder.

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) habe dem Blatt gesagt, dass die Impfpriorisierung vermutlich ab "Ende Mai" oder "Anfang Juni" aufgegeben werden könnte. Offiziell bestätigt ist diese Meldung aber noch nicht.

In den vergangenen Tagen hatten bereits Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Priorisierung für den Astrazeneca-Impfstoff aufgehoben, um Dosen schnellstmöglich zu verimpfen. In den Bundesländern können nun Personen aller Altersgruppen eine Impfung mit dem Vakzin erhalten. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Astrazeneca nach wie vor nur für über 60-Jährige, mit intensiven Beratungsgesprächen ist jedoch auch eine Impfung für jüngere Bürger möglich. 

Impfpriorisierung: Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die im Wesentlichen auf der Impfempfehlung der Stiko beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen.

Debatte um Aufhebung

Die Aufhebung der Impfreihenfolge war zuletzt immer wieder heiß diskutiert worden. Es müssten mit den begrenzten Impfstoffmengen weiter möglichst Menschen mit hohem Risiko vor einem schweren Covid-19-Verlauf geschützt werden, etwa Vorerkrankte, sagt Stiko-Chef Thomas Mertens. Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte eine Aufhebung der Impfreihenfolge angezweifelt, nachdem NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet dafür plädiert hatte. Laschet wolle die "ethische Impfreihenfolge zerlegen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

Angesichts des Infektionsgeschehens und der sich mit Corona-Patienten füllenden Krankenhäuser forderte der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht, die Aufhebung der Impfpriorisierung. "Jetzt geht es um Geschwindigkeit", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse verstärkt die impfen, die viel unterwegs sind, Kontakte haben und gefährdeter sind, sich anzustecken. "Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst viele Leute zu impfen und sich nicht endlos in bürokratischen Diskussionen um Priorisierungslisten aufzuhalten."

Am nächsten Montag, dem 26. April, wollen sich die Ministerpräsidenten erneut mit Kanzlerin Merkel über die weiteren Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. Dann soll auch das Thema Impfpriorisierung auf der Agenda stehen.

Verwendete Quellen:

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