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Jens Spahn warnt: Corona-Inzidenz von mehr als 800 im Oktober möglich

"200 ist das neue 50"  

Spahn: Corona-Inzidenz von mehr als 800 im Oktober möglich

21.07.2021, 15:31 Uhr | rtr

Spahn warnt vor Corona-Inzidenz von mehr als 800 im Oktober

Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem drastischen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gewarnt.

Jens Spahn: Der Gesundheitsminister warnt vor hohen Inzidenzen im kommenden Herbst in Deutschland. (Quelle: Reuters)


Der Gesundheitsminister hält im Herbst extreme Inzidenzwerte für denkbar. Das Tragen von Schutzmasken sei deshalb weiter wichtig. Dennoch könne man sich nicht mehr auf die Regeln der vergangenen Monate verlassen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem drastischen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gewarnt. Im September schon könne die Marke von 400 und im Oktober die von 800 überschritten werden, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetze, sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. Man habe derzeit schon eine sehr schnelle Steigerung der Infektionszahlen. Das Robert Koch-Institut hatte am Mittwoch die Sieben-Tage-Inzidenz mit 11,4 beziffert, nach 10,9 am Dienstag.

Der sogenannte R-Wert, der angibt, wie viele andere Menschen eine Infizierte oder ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liege über dem kritischen Wert von 1, so Spahn. "Jetzt im Juli wird entschieden, wie die Situation im Herbst sein wird." Man müsse alles tun, um die Zahlen möglichst niedrig zu halten, etwa durch eine konsequente Nutzung der Schutzmasken.

Mit den Ländern müsse beraten werden, ab welchen Inzidenzwerten neue Beschränkungen greifen müssten. Spahn verwies darauf, dass man nicht auf die alten Grenzwerte zurückgreifen könne, weil durch die höhere Impfquote etwa die Zahl der Hospitalisierungen und Corona-Patienten auf Intensivstationen geringer sei als früher. Es scheine so zu sein, dass "200 das neue 50 ist", sagte er zu früheren Grenzwerten für Corona-Beschränkungen. Man dürfe aber nicht so lange warten, bis hohe Zahlen wieder erreicht seien. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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