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Baerbock findet Nachteile für Ungeimpfte richtig

"Müssen Anstrengungen verstärken"  

Baerbock findet Nachteile für Ungeimpfte richtig

01.08.2021, 07:10 Uhr | AFP, rtr, mk

Baerbock findet Nachteile für Ungeimpfte richtig. Grünenkanzlerkandidatin Annalena Baerbock: "Es kann ja nicht sein, dass die Freiheitsrechte aller eingeschränkt werden, weil sich ein Teil nicht impfen lassen will."  (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Grünenkanzlerkandidatin Annalena Baerbock: "Es kann ja nicht sein, dass die Freiheitsrechte aller eingeschränkt werden, weil sich ein Teil nicht impfen lassen will." (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Grünen-Chefin Annalena Baerbock geht davon aus, dass Geimpfte bald mehr Freiheiten haben werden als Ungeimpfte. Innenminister Seehofer warnt vor zu viel Druck auf die Unentschlossenen.

Um die Impfquote zu erhöhen, hält Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Nachteile für Ungeimpfte für legitim. "Wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass Geimpfte mehr Dinge tun können als die, die sich trotz der Möglichkeit nicht impfen lassen", sagte die Kanzlerkandidatin der Grünen dem "Tagesspiegel". "Es kann ja nicht sein, dass die Freiheitsrechte aller eingeschränkt werden, weil sich ein Teil nicht impfen lassen will."

Wie sie zu einer möglichen Impfpflicht steht, ließ Baerbock dem Blatt zufolge trotz Nachfragen offen. Die Grünen-Politikerin appellierte jedoch an die Erwachsenen, sich impfen zu lassen und forderte ein Vorantreiben der Impfkampagne: "Wir müssen jetzt, wo das Impftempo nachlässt, die Anstrengungen verstärken."

Seehofer gegen Impfpflicht

Ungeimpfte müssten direkt angesprochen und vor Ort von einer Impfung gegen das Coronavirus überzeugt werden, sagte Baerbock. "Mit mobilen Impfteams und Impfangeboten direkt in Stadtteilzentren und Hochschulen, auf Marktplätzen und vor Supermärkten erreichen wir unentschlossene Menschen am besten." Baerbock forderte Bund und Länder auf, die Finanzierung der mobilen Impfteams umgehend sicherzustellen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kritisierte unterdessen Überlegungen zu einer Impfpflicht. "Die Impfung muss für alle freiwillig bleiben. Das haben wir von Anfang an gesagt und das müssen wir auch halten. Ich hielte es für fatal, wenn man wegen fehlender Impfung vom Arbeitgeber oder einer Versicherung benachteiligt würde. Davor kann ich nur dringend warnen", sagte Seehofer "Bild am Sonntag". Er halte nichts davon, direkten oder indirekten Druck auf Impfverweigerer auszuüben. Stattdessen müsse stärker als bisher für die Impfung geworben werden. Sie sei der einzige Weg aus der Pandemie.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet dem Blatt zufolge Einschränkungen für Ungeimpfte bei steigenden Fallzahlen. In einer Umfrage äußerten demnach 61 Prozent der Befragten die Meinung, dass Ungeimpfte bei hohen Fallzahlen keine Sportveranstaltungen mehr besuchen dürfen sollen. 58 Prozent wollen demnach Theater-, Kino- und Museumsbesuche für Ungeimpfte verbieten, 54 Prozent Restaurantbesuche.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP und Reuters

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