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Expertenrat warnt vor Überlastung der KrankenhĂ€user

Von t-online, lib

Aktualisiert am 06.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Pfleger einer Intensivstation in Offenbach: "kurzfristig eine weitere Intensivierung der KontaktbeschrÀnkungen erforderlich".
Pfleger einer Intensivstation in Offenbach: "kurzfristig eine weitere Intensivierung der KontaktbeschrÀnkungen erforderlich". (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa-bilder)
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Am Freitag beraten Bund und LĂ€nder zur Pandemielage im Land. Dazu wurde noch eine Stellungnahme des Corona-Expertenrates der Bundesregierung erwartet. Nun ist sie da – was drin steht.

Vor der Bund-LĂ€nder-Runde am Freitag zur Corona-Lage in Deutschland hat der Expertenrat der Bundesregierung eine Empfehlung abgegeben: Die Fachleute halten weitere Corona-BeschrĂ€nkungen fĂŒr nötig, wenn in den kommenden Wochen die Belastung durch hohe Infektionszahlen und PersonalausfĂ€lle zu hoch werde. Dann sei "kurzfristig eine weitere Intensivierung der KontaktbeschrĂ€nkungen erforderlich", steht in der am Donnerstag veröffentlichten zweiten Stellungnahme des Gremiums. Diese liegt t-online vor.


Diese bekannten Forscher sitzen im neuen Expertenrat

Prof. Dr. Christian Drosten: Der Chefvirologe der Berliner CharitĂ© zĂ€hlt zu den bekanntesten Gesichtern seit der Corona-Pandemie. Drostens Forschungsschwerpunkte sind neu auftretende Viren – insbesondere mit Coronaviren kennt sich der Virologe seit Jahren aus. Sein Wissen teilt er regelmĂ€ĂŸig im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".
Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis: Er ist GeschĂ€ftsfĂŒhrender Oberarzt der Lungenklinik Köln-Merheim und Leiter des dortigen Ecmo-Zentrums. Außerdem ist er wissenschaftlicher Leiter des Intensivregisters der Deutschen InterdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und PrĂ€sident der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN).
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Der Expertenrat warnt vor einer "erheblichen Belastung und regional auch Überlastung der KrankenhĂ€user". Da auch Geimpfte wieder infiziert wĂŒrden, könnten Ansteckungen in den Belegschaften von KrankenhĂ€usern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Versorgungsstrukturen fĂŒr Personalprobleme sorgen. "Ein hohes Patientenaufkommen kombiniert mit akutem Personalmangel kann innerhalb von kurzer Zeit die allgemeine medizinische Versorgung in Deutschland gefĂ€hrden", heißt es in der Stellungnahme der 19 Experten. Darauf mĂŒsse man sich einstellen.

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Deshalb sollten sich alle Einrichtungen schon jetzt auf eine erhebliche Belastungssituation vorbereiten, etwa "Notfallmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der medizinischen und pflegerischen Versorgung und Logistik". So sollen etwa planbare Eingriffe verschoben und Personal umverteilt werden.

Ausweitung des Impfangebots

Auch in den anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur seien massive PersonalausfÀlle zu erwarten. "Auch hier sind entsprechende Vorbereitungen dringlich zu treffen", steht in dem Papier.

In der Debatte um verkĂŒrzte QuarantĂ€nezeiten blieben die Experten bei Kranken- und Pflegeeinrichtungen zurĂŒckhaltend und gaben keine konkrete Empfehlung: "FĂŒr die Aufrechterhaltung der Versorgung ist eine ausgewogene QuarantĂ€neregelung erforderlich, die gleichzeitig den Erfordernissen des Infektionsschutzes insbesondere fĂŒr vulnerable Gruppen gerecht wird", hieß es. VerĂ€nderte QuarantĂ€ne- und Isolationszeiten sollen ein wichtiges Thema beim Corona-Gipfel von Bund und LĂ€ndern am Freitag sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch eine weitere Ausweitung des Impfangebots sei wichtig: "Das Angebot der Impfungen in allen Altersstufen, fĂŒr die eine Impfung verfĂŒgbar ist, sollte nochmal deutlich intensiviert werden", empfehlen die 19 Experten des Rats, die die Empfehlung einstimmig beschlossen haben.

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