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"Der Todessto├č f├╝r die Gastronomie"

Von Mario Thieme

08.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Viele Menschen m├╝ssen trotz Corona-Kontakt nicht mehr in Quarant├Ąne: Kanzler Scholz stellte nach der Ministerpr├Ąsidentenkonferenz den neuen Beschluss vor. (Quelle: t-online)
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Am Freitag verk├╝ndeten Bund und L├Ąnder weitere Beschl├╝sse im Kampf gegen Corona. Davon ist vor allem die Gastronomie betroffen. t-online-Leser diskutieren ├╝ber die 2G-plus-Regelung.

Das Wichtigste im ├ťberblick


Bundeskanzler Olaf Scholz sowie NRW-Ministerpr├Ąsident Hendrik W├╝st und Berlins Regierende B├╝rgermeisterin Franziska Giffey gaben am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz bekannt, welche neuen Ma├čnahmen im Zuge der Pandemiebek├Ąmpfung gelten. Hier lesen Sie die wichtigsten Punkte im ├ťberblick.

Besonders aufsehenerregend war der Beschluss f├╝r gastronomische Einrichtungen. In Restaurants, Kneipen und ├Ąhnlichen Betrieben haben nur noch Kunden Zugang, die neben dem Status geimpft/genesen einen tagesaktuellen, negativen Schnelltest vorweisen k├Ânnen. Geboosterte brauchen diesen Test nicht. Viele t-online-Leser kritisieren die 2G-plus-Regelung f├╝r die Gastronomie.

"Wohl nun das Ende f├╝r viele Gastronomiebetriebe"

t-online-Leserin Waltraud Gehron glaubt: "Die 2G-plus-Regel ist wohl nun das Ende f├╝r viele Gastronomiebetriebe. Sehr viele werden nun schlie├čen m├╝ssen und wegen der finanziellen Situation nicht wieder ├Âffnen k├Ânnen. Schade, dass unsere Regierung mittlerweile weit entfernt von jeder Realit├Ąt ist. Den Sinn dieser Ma├čnahme kann man nicht verstehen."

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"Die bisher nicht Geimpften sollen nicht so viel meckern"

t-online-Leserin Ursula Barsch schreibt: "Nat├╝rlich finde ich es richtig, dass Menschen mit einer Auffrischungsimpfung keinen zus├Ątzlichen Test im Restaurant vorlegen m├╝ssen. Es hat nun zeitlich wirklich jeder die Chance gehabt, sich entsprechend impfen zu lassen", meint sie.

"Die bisher nicht geimpften Personen sollen nicht so viel meckern. Glauben die wirklich, dass die bereits Geimpften nicht auch die Bef├╝rchtungen hatten, dass der Impfstoff noch nicht ausreichend getestet wurde? Aber bei Abw├Ągung der Entscheidung f├╝r oder gegen eine Impfung war das "F├╝r" eindeutig."

"Die Ma├čnahmen werden viele um ihre Existenz bringen"

"Ich bin als Gastronom direkt von den neuen Beschl├╝ssen betroffen und glaube nicht, dass die Gastronomie Treiber der Pandemie ist", ├Ąu├čert t-online-Leser Stefan Uphoff. "Wir und die meisten meiner Berufskollegen haben konsequent auf die Einhaltung der jeweils geltenden Regeln geachtet. Zudem haben wir uns selbst dreimal pro Woche getestet. In den letzten sechs Wochen hatten wir insgesamt nur drei G├Ąste, die wieder zur├╝ckgeschickt werden mussten, da sie keinen Nachweis mit sich gef├╝hrt hatten."

Stefan Uphoff ist besorgt um die Gastronomie-Branche. "Ich habe den Eindruck, dass Deutschland v├Âllig ├╝berfordert und mit Aktionismus durch die Pandemie taumelt. Die jetzt getroffenen Ma├čnahmen werden viele um ihre Existenz bringen, die Ansteckungszahlen werden aber deshalb nicht signifikant zur├╝ckgehen."

"So leid es mir tut, dann haben die Gastwirte eben Verluste"

Zwei, die tats├Ąchlich den Lokalen fernbleiben werden, sind t-online-Leser Joachim Herdin und seine Gattin. "Na gut, dann gehen meine Frau und ich eben nicht mehr in die Gastwirtschaft zum Essen", k├╝ndigt er an.

Das Ehepaar Herdin ist doppelt geimpft und m├Âchte es dabei belassen. "So leid es mir tut, dann haben die Gastwirte eben Verluste. Meine Frau und ich haben uns nicht impfen lassen, damit wir uns anschlie├čend wieder einem Test unterziehen m├╝ssen."

"Die Corona-Beschl├╝sse gehen nicht weit genug"

t-online-Leser Michael Seibel hat sich mehr erhofft: "Ich bin der Meinung, die Corona-Beschl├╝sse gehen nicht weit genug. Man k├Ânnte mehr machen."

Er fragt zudem in Anspielung auf Reiner Haseloff, den L├Ąnderchef Sachsen-Anhalts: "Warum schert ein Ministerpr├Ąsident wieder aus und will sein eigenes Ding machen? Da muss unser Bundeskanzler mal ein Machtwort sprechen."

"Durch 2G+ sehen wir noch schlimmeren Zeiten entgegen"

"Wir hatten bis Freitag Beschr├Ąnkungen mit 2G und Schlie├čzeiten bis 20 Uhr. Unsere ├ľffnungszeiten haben wir eingeschr├Ąnkt auf Freitag und Samstag, da bei uns in einer Kleinstadt keine Laufkundschaft vorhanden ist", berichtet t-online-Leser und Gastronom in Sachsen, Andy Strahl.

"Unser Hauptgesch├Ąft sind Familienfeiern, welche zurzeit nicht stattfinden k├Ânnen. Nun, durch 2G+ sehen wir noch schlimmeren Zeiten entgegen, denn den spontanen Kneipenbesuch wird es nicht mehr geben. Da wir Grenzn├Ąhe zu Polen und Tschechien leben, wandern potenzielle G├Ąste ins Nachbarland und lachen sich tot ├╝ber die deutschen Ma├čnahmen."

"Dieser Branche geht es schon bescheiden genug"

Auch t-online-Leserin Michaela Merkel-Schmidt hat kein Verst├Ąndnis f├╝r die getroffenen Ma├čnahmen: "Gehen die Politiker unter das Volk, gerade zu den Gastronomen und sprechen mit diesen? Denke mal nicht, denn dann w├╝ssten sie, dass es dieser Branche schon bescheiden genug geht. Mit der 2G-Regelung gab es schon einen Einbruch."

Sie macht sich Sorgen um betagte Leute mit wenigen Sozialkontakten: "Viele ├Ąltere Menschen haben Angst, gehen nirgends mehr hin. Aber viele haben nichts mehr anderes, als mal um die Ecke in die Kneipe zu gehen, mit anderen zu sprechen, um nicht zu sehr zu vereinsamen. Und jetzt auch noch vorher testen? In meinen Augen, wie so vieles andere, absolut sinnfrei."

"Das ist der Todessto├č f├╝r die Gastronomie"

Auch t-online-Leser Gabriel Reichelt ist w├╝tend. Er schreibt: "Das ist der Todessto├č f├╝r die Gastronomie! Die Politik vernichtet Branche um Branche, ohne dass sich irgendetwas bessert. Die Demonstrationen gegen die Corona-Ma├čnahmen werden weiter zunehmen, zu Recht!"

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