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Karl Lauterbach warnt: "Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen"


Lauterbach fordert drei Dosen bei Impfpflicht

Von dpa
Aktualisiert am 17.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Karl Lauterbach bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Der Gesundheitsminister fordert eine vollständige Impfung mit drei Dosen, wenn diese Pflicht werden sollte.Vergrößern des BildesKarl Lauterbach bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Der Gesundheitsminister fordert eine vollständige Impfung mit drei Dosen, wenn diese Pflicht werden sollte. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will in eine Impfpflicht drei Injektionen einschließen. Nur dann sei ein vollständiger Schutz vorhanden. Gleichzeitig warnt er vor "schweren Wochen" für Deutschland.

Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drei Spritzen umfassen. "Eine vollständige Impfung besteht aus drei Dosen. Vollständig Geimpfte sind gegen alle Corona-Varianten – zumindest vor schwerer Krankheit und Tod – geschützt. Daran muss sich die Impfpflicht orientieren", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

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Die Wissenschaftler weltweit seien sich einig, dass die Entstehung einer Variante, gegen die man als dreifach Geimpfter keinen Schutz habe, äußerst unwahrscheinlich sei.

Gleichzeitig warnte der Minister: "Das Varianten-Alphabet wird nicht mit Omikron enden." Es sei gut möglich, dass man im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ umgehen müsse. Wer jetzt als Ungeimpfter an Omikron erkranke, hätte im Herbst gegen eine neue Delta-Variante wahrscheinlich einen Infektionsschutz von deutlich unter 50 Prozent, meinte er. "Ohne zusätzliche Impfungen wären diese Menschen dann stark gefährdet. Es führt daher kein Weg an der Impfung vorbei", so Lauterbach.

Warnung vor vielen Toten

Lauterbach warnt angesichts der Omikron-Welle und der geringen Impfquote in Deutschland vor einer hohen Zahl an Toten und massiven Einschränkungen bei Krankenhausbehandlungen. "Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen", sagt Lauterbach der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht.

Zurzeit erkrankten vor allem die Jüngeren mit vielen Kontakten. Doch sobald sich auch die Älteren infizierten, werde die Zahl der Krankenhauseinweisungen wieder steigen. Dann könne der Platz auf den Intensivstationen und auf den Normalstationen knapp werden. Deutschland habe im internationalen Vergleich eine ältere Bevölkerung mit vielen chronisch Kranken. Dies sei "brandgefährlich".

Geplant ist, dass der Bundestag ohne Fraktionszwang über eine mögliche Impfpflicht abstimmt. Erwartet wird, dass sich Parlamentarier über Parteigrenzen hinweg zusammentun und entsprechende sogenannte Gruppenanträge vorlegen, über die dann abgestimmt wird.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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