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Geras OB zu Protesten: "Sehr aufgeheizte Stimmung"

Von dpa
Aktualisiert am 19.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Gera: Auch am Mittwoch protestierten Gegner der Corona-Politik.
Gera: Auch am Mittwoch protestierten Gegner der Corona-Politik. (Quelle: Bodo Schackow/dpa-bilder)
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Hunderte Menschen haben am Dienstag vor dem Privathaus des Oberb├╝rgermeisters von Gera protestiert

Hunderte Corona-Ma├čnahmengegner sind am Dienstagabend bei einem unangemeldeten Protest lautstark am Wohnhaus von Geras Oberb├╝rgermeister Julian Vonarb (parteilos) vorbeigezogen. "Ich war zuhause, gemeinsam mit meiner Familie. Es war sehr laut, es war gef├╝hlt eine sehr aufgeheizte Stimmung, und es war insbesondere f├╝r meine Frau und meine Kinder keine sch├Âne Situation", sagte Vonarb am Mittwoch in Gera. Es sei eine rote Linie ├╝berschritten worden. Nach Polizeiangaben waren rund 1.200 Menschen durch Gera gezogen. Nach Angaben Vonarbs passierten sie dabei auch seine private Wohnadresse.

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Auf die Frage, ob er sich am Dienstagabend akut bedroht gef├╝hlt habe, antwortete Vonarb: "Die Polizei war mit vor Ort, allerdings nicht in einem angemessenen Verh├Ąltnis im Vergleich zur Anzahl der Demonstrierenden." Komme es in so einer Situation zu Gruppendynamiken, k├Ânne immer etwas passieren. "Ob es dann dazu gekommen w├Ąre oder nicht: Ich will so etwas nie wieder erleben." Er lasse sich aber nicht einsch├╝chtern, betonte er.

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"Dieses Verhalten ist eine Schande f├╝r unsere Stadt"

Th├╝ringens Ministerpr├Ąsident Bodo Ramelow (Linke) schrieb auf Twitter, politisch Verantwortliche zu Hause aufzusuchen und damit ihre Wohnung und Privatsph├Ąre zu kennzeichnen, sei nichts anderes als Einsch├╝chterung. "Es kann sich keiner rausreden und behaupten, man habe sich ja nur 'verlaufen'." Die Geraer SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser verurteilte den Aufmarsch und erkl├Ąrte: "Dieses Verhalten ist eine Schande f├╝r unsere Stadt und wird ihren Ruf weiter besch├Ądigen." Auch Th├╝ringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Gr├╝ne) nannte den Vorgang "absolut inakzeptabel".

Julian Vonarb: Geras OB sorgt sich um seine Familie.
Julian Vonarb: Geras OB sorgt sich um seine Familie. (Quelle: David Hutzler/dpa-bilder)

Der Fall erinnert an eine Demonstration vor dem Wohnhaus der s├Ąchsischen Gesundheitsministerin Petra K├Âpping (SPD) Anfang Dezember. Dort hatten rund 30 Gegner der Corona-Politik demonstriert und dabei Fackeln und Plakate getragen. Auch vor dem Wohnhaus von Th├╝ringens Innenminister Georg Maier (SPD) war im Dezember zu einer Versammlung aufgerufen worden ÔÇô es erschien aber niemand vor Ort, die Polizei hatte das Haus gesch├╝tzt.

Video aus sozialen Medien sorgt f├╝r Aufruhr

Die Polizei besch├Ąftigt sich derzeit mit einem in sozialen Netzwerken geteilten Video, das am Montag in Gera entstanden sein soll. Darauf ist zu sehen, wie mehrere Polizeibeamte einen Mann am Boden fixieren. Er liegt nach einigen Minuten regungslos am Boden. Am Montag waren laut Polizei rund 3.500 Gegner der Corona-Ma├čnahmen durch Gera gezogen. Das Video zeige die Anwendung von unmittelbarem Zwang gegen den Mann, sagte ein Polizeisprecher.

Den Angaben zufolge hatte ein 52-J├Ąhriger einen Bereitschaftspolizisten t├Ątlich angegriffen. So soll er laut Polizei auch versucht haben, einem Beamten den Einsatzstock zu entrei├čen. Durch die Aus├╝bung unmittelbaren Zwanges gegen den Mann sei der 52-J├Ąhrige kurzzeitig bewusstlos gewesen. Daraufhin sei unverz├╝glich Erste Hilfe geleistet und der Mann dann ins Krankenhaus zur ├Ąrztlichen Begutachtung gebracht worden.

Eine dritte Person habe daraufhin am Dienstag Anzeige gegen die Beamten gestellt. Die Ermittlungen dazu liefen, hie├č es. Auch gegen den 52-J├Ąhrigen werde ermittelt, teilte ein Polizeisprecher mit.

Stimmung am Mittwoch blieb friedlich

Vonarb sagte, er erwarte, dass die Polizei die Vorg├Ąnge vom Montag ÔÇô die offenbar Ausl├Âser f├╝r die Proteste am Dienstag gewesen seien ÔÇô aufkl├Ąrt. "Und das wei├č ich auch, dass sie das tun werden." Wichtig sei nun, nach vorne zu blicken. So wolle er kurzfristig ein Diskussionsformat mit den Organisatoren der Corona-Proteste in Gera ins Leben rufen, das ├Âffentlich gestreamt werden soll.

F├╝r den Mittwochabend kursierten Aufrufe zu Protesten in Gera vor der Halle, in der am Abend der Stadtrat tagen sollte. Vor dem Kultur- und Kongresszentrum kamen laut Polizei mehrere Gruppen von zusammen rund 130 Menschen zusammen. Als sich ein Aufmarsch in Bewegung setzen wollte, hinderte die Polizei diesen daran. Daraufhin verlie├čen die Menschen alleine oder in kleinen Gruppen den Platz, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Die Stimmung blieb friedlich.

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Die Polizei stellte nach eigenen Angaben von zw├Âlf Personen die Identit├Ąten fest. Sie erhielten eine Anzeige wegen Verst├Â├čen gegen das Versammlungsgesetz. Wegen Nichtanmeldens einer Versammlung erstatteten die Beamten vor Ort eine Strafanzeige gegen einen Mann, wie die Landespolizeiinspektion Gera mitteilte.

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