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Lauterbach: Omikron-Welle "gut in Kontrolle"

Von dpa
Aktualisiert am 28.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Chef Lothar Wieler Ă€ußern sich zur Corona-Lage.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Chef Lothar Wieler Ă€ußern sich zur Corona-Lage. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht die Corona-Lage trotz drastisch gestiegener Infektionszahlen nicht aus dem Ruder laufen, pocht aber weiter auf AlltagsbeschrÀnkungen.

"Wir haben derzeit die Omikron-Welle in Deutschland gut in der Kontrolle", sagte der SPD-Politiker. Der Zenit sei aber noch nicht ĂŒberschritten. Ziel bleibe es, die Folgen zu minimieren und Millionen ungeimpfte Ă€ltere Menschen zu schĂŒtzen. Eine "Lockerungsperspektive" könnte es dann fĂŒr die zweite FebruarhĂ€lfte oder Anfang MĂ€rz geben. Die Infektionswelle kommt zusehends auch in den KrankenhĂ€usern an.

400.000 Neuinfektionen pro Tag vorstellbar

"Mit den hohen Fallzahlen hatten wir gerechnet", sagte Lauterbach. Er bekrÀftigte, dass sie nach Modellrechnungen noch weiter bis auf 400.000 pro Tag steigen könnten. Das Ziel sei aber bisher erreicht worden, mit so wenig schweren KrankheitsverlÀufen und TodesfÀllen durchzukommen.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen lĂ€gen jetzt im Schnitt bei 1000, bei JĂŒngeren teils bei 2000, in der Risikogruppe der Älteren, auf die es besonders ankomme, aber zwischen 200 und 300. "Das ist unser Erfolg." Dies gelinge durch die bestehenden Alltagsauflagen und Zugangsregeln wie 3G, 2G und 2G plus. "Das werden wir weiter machen."

Der PrÀsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte: "Die Fallzahlen steigen weiter massiv an, aber tatsÀchlich steigen sie bei weitem nicht so heftig, wie es unter Omikron möglich wÀre." Das liege auch daran, dass sich die meisten verantwortungsvoll an Pandemie-Regeln hielten. "Wir gewinnen tatsÀchlich mit jedem Tag Zeit, an dem sich viele weitere Menschen impfen lassen können."

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Man dĂŒrfe aber nicht vergessen, dass Deutschland auf einen Höhepunkt der Pandemie zusteuere. In den vergangenen sieben Tagen hĂ€tten sich rund 890.000 Menschen infiziert - das sei ein Prozent der Bevölkerung.

Inzidenz steigt auf 1073,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner stieg laut RKI auf den Höchstwert von 1073,0 nach 1017,4 am Vortag und 706,3 vor einer Woche. Die regionale Spanne reicht von 402,2 in ThĂŒringen bis 1829,4 in Berlin. Die GesundheitsĂ€mter meldeten 190.148 neue FĂ€lle innerhalb eines Tages. Dabei dominiert die ansteckender Omikron-Variante klar: In Meldedaten der LĂ€nder betrug der Anteil laut RKI in der vergangenen Woche 96 Prozent.

Der Mediziner Christian Karagiannidis beobachtet mittlerweile auf den Intensivstationen einen deutlichen "Omikron-Effekt". Zwar sei die Hospitalisierungsrate noch "akzeptabel", die hohen Inzidenzen zeigten sich aber vermehrt auch in den Kliniken, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters.

Seit sieben bis zehn Tagen gebe es eine "SeitwĂ€rtsbewegung bei den Neuaufnahmen, hin zu einem Trend, dass es jetzt wieder leicht hochgeht". Er warnte zudem: "Wir sollten nicht vergessen, dass Covid keine reine Lungenerkrankung ist, sondern eine Systemerkrankung, die insbesondere auch die GefĂ€ĂŸe betrifft."

Lauterbach wirbt fĂŒr Auffrischimpfungen

Lauterbach verwies auf das "Sonderproblem" Deutschlands mit einer im Schnitt sehr alten Bevölkerung und einem hohen Anteil Ungeimpfter in der gefÀhrdeten Gruppe der Menschen ab 60 Jahre. Er rief dazu auf, Auffrischimpfungen wahrzunehmen und nicht auf Mittel zu warten, die an Omikron angepasst seien. Das Sterberisiko sinke mit den jetzigen Impfstoffen um 99 Prozent im Vergleich dazu, wenn man ungeimpft ist.

Das "Booster"-Tempo sei etwas zurĂŒckgegangen. Dies sei aber keine Überraschung, da besonders Überzeugte zuerst gekommen seien. Manchen seien auch fĂ€lschlicherweise der Meinung, dass Booster wegen der als etwas harmloser geltenden Omikron-Variante nicht nötig seien.

Impfungen in Apotheken sollen vom 8. Februar an bundesweit angeboten werden können. Die Voraussetzungen dafĂŒr seien nun geschaffen, teilte die Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde mit.

"Wir wollen diejenigen erreichen, die sich noch nicht impfen lassen konnten, zum Beispiel weil ihnen die Organisation eines Impftermins bisher zu aufwÀndig war", sagte PrÀsidentin Gabriele Regina Overwiening. Den vollstÀndigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben mindestens 61,4 Millionen Menschen oder 73,8 Prozent aller Einwohner. ZusÀtzlich "geboostert" sind mindestens 43,4 Millionen Geimpfte.

Lauterbach gegen Lockerungen

Lauterbach wandte sich gegen Lockerungen von Corona-Auflagen in der aktuellen Lage und sagte, er bleibe bei dem "konservativen Kurs". Wenn ein Gericht eine Regel kassiere oder ein Land sich mit Öffnungen profiliere, mĂŒsse er damit leben. "Ich begrĂŒĂŸe die Lockerungen nicht."

Auch wenn NachbarlĂ€nder wie DĂ€nemark gerade anders vorgehen, sei das dort so. "Aber das sind nicht wir." Auch mit Blick auf die Schulen sagte er: "Je besser wir die Welle in der GĂ€nze begrenzen, desto schneller und besser kommen wir auch fĂŒr die Kinder durch."

FDP-Fraktionschef Christian DĂŒrr forderte eine rasche Diskussion ĂŒber Lockerungen. "Wir mĂŒssen auf jeden Fall jetzt schon anfangen, ĂŒber Öffnungsperspektiven zu sprechen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bund und LĂ€nder hatten am Montag beschlossen, dass die bestehenden BeschrĂ€nkungen generell bleiben sollen. Die nĂ€chste Beratung mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) ist am 16. Februar. Einige LĂ€nder haben aber bereits Öffnungen ins Auge gefasst.

RKI-Chef Wieler erlĂ€uterte, in dieser Phase sei die reine Fallzahl nicht mehr entscheidend. "Wir mĂŒssen jetzt in erster Linie auf die Krankheitslast und die Krankheitsschwere schauen." Konkret weist das RKI seit kurzem SchĂ€tzungen zu Infizierten mit Covid-19-Symptomen verschiedener Schwere aus.

So liegen SchĂ€tzwerte zu FĂ€llen auch unter der Schwelle von Krankenhausaufnahmen vor, etwa die HĂ€ufigkeit von Arztbesuchen: In der Woche bis 23. Januar waren es 280 pro 100.000 Einwohner nach 178 in der Vorwoche. FĂŒr die dritte Woche des Jahres wurde geschĂ€tzt, dass 1,3 bis 2,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre und 0,6 bis 1,3 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren an Covid-19 mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung erkrankte.

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