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Söder: Fall Mayer ist "Tragödie"

Von dpa
Aktualisiert am 04.05.2022Lesedauer: 3 Min.
"Ein sehr emotionales StreitgesprÀch infolge der eklatant rechtswidrigen Berichterstattung": Stephan Mayer.
"Ein sehr emotionales StreitgesprÀch infolge der eklatant rechtswidrigen Berichterstattung": Stephan Mayer. (Quelle: Sven Hoppe/dpa./dpa)
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MĂŒnchen (dpa) - Nach dem RĂŒcktritt von CSU-GeneralsekretĂ€r Stephan Mayer will Parteichef Markus Söder rasch einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin prĂ€sentieren.

Dies sollte zwar noch nicht in einer Schalte des CSU-PrĂ€sidiums am Mittwochabend geschehen. "Aber die Nachfolge wird natĂŒrlich zeitnah entschieden werden, denn wir wollen rasch handlungsfĂ€hig sein", sagte Söder in MĂŒnchen.

Söder bezeichnete die UmstĂ€nde um den ĂŒberraschenden RĂŒcktritt Mayers als "menschliche Tragödie". Gleichzeitig kritisierte er die mutmaßliche Wortwahl des CSU-Politikers in einem GesprĂ€ch mit einem Journalisten als inakzeptabel: "Die dabei wohl gefallenen Worte sind in keinster Weise zu akzeptieren, sind völlig unangemessen und auch ein indiskutabler Stil", sagte Söder. "Wir waren auch ĂŒber diese Wortwahl, wenn sie denn so gefallen ist, erschĂŒttert."

Mayer hatte am Dienstagabend nach lediglich gut zwei Monaten im Amt seinen RĂŒcktritt als GeneralsekretĂ€r erklĂ€rt. Der 48-JĂ€hrige nannte dafĂŒr in einer schriftlichen ErklĂ€rung gesundheitliche GrĂŒnde. Zugleich rĂ€umte er allerdings eine "möglicherweise" im RĂŒckblick nicht angemessene Wortwahl einem "Bunte"-Journalisten gegenĂŒber ein.

"Sehr emotionales StreitgesprÀch"

Der Journalist hatte Mayer zuvor vorgeworfen, ihn telefonisch bedroht zu haben, im Zusammenhang mit einem Bericht ĂŒber Mayers Privatleben. Laut einem Anwaltsschreiben an den CSU-Politiker soll Mayer gesagt haben: "Ich werde Sie vernichten. Ich werde Sie ausfindig machen, ich verfolge Sie bis ans Ende Ihres Lebens." Und: "Ich verlange 200.000 Euro Schmerzensgeld, die mĂŒssen Sie mir noch heute ĂŒberweisen."

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Auf eine dpa-Anfrage schrieb Mayer: "Ich bestreite die konkreten VorwĂŒrfe mit Nichtwissen. FĂŒr den Fall, dass dies zutrifft, erachte ich die Wortwahl rĂŒckwirkend als unangemessen." Mayer rĂ€umte ein, es habe "ein sehr emotionales StreitgesprĂ€ch infolge der eklatant rechtswidrigen Berichterstattung" gegeben. "So hat der "Bunte"-Journalist mich beispielsweise als "verrĂŒckt" bezeichnet sowie "dass sie schon mit anderen fertig geworden seien"."

Rechtsanwalt kontert

Der Anwalt des "Bunte"-Journalisten entgegnete darauf auf dpa-Anfrage, sein Mandant habe nicht Mayer als "verrĂŒckt" bezeichnet, sondern die Forderung Mayers nach einer taggleichen Zahlung von 200.000 Euro durch seinen Mandanten. "Die Aussage, dass "sie schon mit anderen fertig geworden seien", wurde von meinem Mandanten zu keinem Zeitpunkt getĂ€tigt", teilte der Anwalt weiter mit. Ansonsten nehme sein Mandant zur Kenntnis, dass Mayer in Bezug auf ein Telefonat, an dem er selbst beteiligt war, "Nichtwissen" vorschĂŒtze. Mayer versuche wohlweislich nicht einmal, die Vernichtungs- und Verfolgungsdrohungen substanziiert zu bestreiten, sondern verharmlose sie als "emotionales StreitgesprĂ€ch", fĂŒhrte der Anwalt aus. Dabei habe es sich "um eine einseitige Tirade" Mayers gehandelt.

Söder verwies derweil auch darauf, dass Mayer sich "schriftlich ausdrĂŒcklich entschuldigt" habe. Er sei Mayers RĂŒcktrittsgesuch aus gesundheitlichen GrĂŒnden nachgekommen, wenn auch nicht leichten Herzens. "Es geht ihm tatsĂ€chlich nicht gut", berichtete Söder. Dies sei ein bitterer Tag, er sei "auch persönlich sehr betroffen".

Mayer war erst Ende Februar auf Vorschlag Söders zum GeneralsekretĂ€r gekĂŒrt worden, nachdem sein VorgĂ€nger Markus Blume im Zuge einer Kabinettsumbildung neuer Wissenschaftsminister in Bayern geworden war. Nun muss Söder - und das nur eineinhalb Jahre vor der bayerischen Landtagswahl - den Posten schon wieder neu besetzen.

Opposition ĂŒbt Kritik

SPD-Landtagsfraktionschef Florian von Brunn sagte: "Die CSU hat ein massives Personalproblem, das mit Filz und Arroganz zusammenhĂ€ngt." FDP-Fraktionschef Martin Hagen twitterte, angesichts der "FĂŒlle von Fehltritten, Skandalen und AffĂ€ren" stelle sich bei der CSU zunehmend die Charakterfrage. AfD und ÖDP forderten, Mayer mĂŒsse neben dem Posten als GeneralsekretĂ€r auch sein Bundestagsmandat abgeben.

Mayer kĂŒndigte unterdessen seinerseits juristische Schritte an: Er beabsichtige, "einen gerichtlichen Schmerzensgeldanspruch gegen den Burda-Verlag aufgrund der schwerwiegenden Persönlichkeitsverletzung durch die Berichterstattung zu erheben". Darauf entgegnete der Anwalt des Journalisten und des Verlages, dass der Burda-Verlag, der die "Bunte" publiziert, die Forderungen in vollem Umfang zurĂŒckweise. Die Berichterstattung sei rechtmĂ€ĂŸig und journalistisch sauber gewesen.

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