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Kostenexplosion bei Strompreisen: Wer kann sich die Deutsche Bahn noch leisten?


Kostenexplosion bei Bahn-Strompreisen

  • Tim Kummert
Von Tim Kummert

Aktualisiert am 30.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Duisburger Hauptbahnhof (Symbolbild): Wer soll das bezahlen? (Quelle: IMAGO/Gottfried Czepluch)
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Die gestiegenen Energiekosten treffen auch die Bahn: Der Strom, mit dem viele Güterzüge fahren, wird teurer – erste Verbände fürchten eine Vernachlässigung des Schienenverkehrs.

Die Strompreise steigen in den privaten Haushalten, auch die Bahn ist getroffen. Die Kosten für Bahnstrom an der Börse stiegen vor kurzer Zeit auf bis zu 970 Euro pro Megawattstunde, im Jahr 2019 waren noch Preise von 38 Euro pro Megawattstunde üblich.

Zwar war bereits im Jahr 2021 eine Steigerung der Preise erkennbar, doch die aktuellen Teuerungen halten selbst Brancheninsider für beträchtlich. Die von der EU und der Bundesregierung anvisierte Höchstgrenze von 180 Euro pro Megawattstunde liegt etwa immer noch deutlich über dem Bahnstrompreis vor Ausbruch des Krieges.

Die Befürchtung in den Lobbyverbänden: Die Bundesregierung gefährde durch ihre fehlende Reaktion klimafreundliche Unternehmen des gesamten Güterverkehrs-Sektors, die eine Verkehrswende stemmen sollten. Nun ist die Frage: Wer soll das bezahlen?

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"Tut nur noch weh"

Die Firmen argumentieren, dass man die gestiegenen Kosten nicht direkt an die Kunden weitergeben könne, denn die würden sonst ihre Güter schlicht auf der Straße mit Lkw transportieren. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und die Allianz pro Schiene schlagen daher eine Preisregulierung des Bahnstromsektors vor.

Peter Westenberger, Geschäftsführer vom Lobbyverband "Die Güterbahn", sagt dazu: "Das Verkehrsministerium lässt die Güterbahnen im Regen stehen." Er fügt hinzu: "In dieser Situation den Bahnen die Aufnahme von Krediten zu empfehlen, tut nur noch weh. Wir fordern eine wirksame Strompreisregulierung."

Die gesamte Branche stehe unter Druck, wie mehrere Insider t-online berichten. Mancher schaut schon mit großer Sorge auf die nächsten Monate, immer weiter explodierende Preise könnten sich die Unternehmen beim Transport schlicht nicht leisten.

Nun hat sich auf Antrag der Unionsfraktion im Verkehrsausschuss auch das Verkehrsministerium zu den Verteuerungen geäußert. In dem internen Papier, das t-online vorliegt, schreibt Michael Theurer, Staatssekretär von Verkehrsminister Volker Wissing und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr: "Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr weiß um die enorme Belastung des Sektors aufgrund der deutlichen Preissteigerungen im Energiesektor und wird die Bahnstrompreisentwicklung weiter beobachten. Es wurde von Eisenbahnverkehrsunternehmen und Verbänden auch entsprechend angeschrieben."

Weiter heißt es vom Ministerium: "Inwieweit eine energiekostenbedingte Verlagerung des Schienengüterverkehrs auf die Straße droht, lässt sich derzeit noch nicht beurteilen, da die Energiekosten für den Straßenverkehr ebenfalls gestiegen sind." Der gesamte "Verkehrsträger Schiene" werde aus den Mitteln vom dritten Entlastungspaket profitieren, so der letzte Satz des internen Papiers.

Noch sind Branchenkenner skeptisch, ob das reichen wird. Intern heißt es jedoch bei Verkehrspolitikern der Ampelkoalition: Bevor es wirklich zu dramatischen Belastungen im Güterverkehr komme, wolle man mit den Unternehmen nochmal sprechen.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Internes Papier aus dem Verkehrsausschuss
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