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Nach Terrorwarnung: So werden deutsche Weihnachtsmärkte aktuell geschützt


So werden deutsche Weihnachtsmärkte geschützt


01.12.2023Lesedauer: 3 Min.
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Weihnachtsmarkt in Frankfurt
Vereitelte Anschlagspläne: Wie sicher sind unsere Weihnachtsmärkte? (Quelle: Glomex)

Gleich drei Terrorverdächtige wurden in den vergangenen Tagen festgenommen. Ihre Ziele: Weihnachtsmärkte. So reagieren Behörden und Schausteller.

Ein Glühwein oder eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt gehört für viele Deutsche zur Adventszeit dazu. Doch die Festnahme von mehreren Terrorverdächtigen in den vergangenen Tagen überschattet den Start der Saison.

Die Sicherheitsbehörden sind in Alarmbereitschaft, Bundesinnenministerin Nancy Faeser warnt vor Anschlägen. Doch gleichzeitig sehen sich Polizeigewerkschaft und Schausteller gut vorbereitet.

"Wir lassen uns den Weihnachtsmarkt nicht wegnehmen. Wir sind aufmerksam, aber ohne Panik", sagt Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbunds, zu t-online. Diese Einstellung gelte in der Branche seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016.

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Drei Festnahmen in kurzer Zeit

Wie am Donnerstag bekannt wurde, war am vorvergangenen Dienstag (21. November) ein 20-Jähriger in Helmstedt festgenommen worden. Laut Landeskriminalamt hatte die Polizei Hinweise erlangt, wonach der Verdächtige aus Sachsen-Anhalt eine schwere Gewalttat geplant hatte. Weitere Details wollte das LKA aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

Am Dienstag waren zwei Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg wegen der Vorbereitung eines Anschlags festgenommen worden. Laut Ermittlern sollen die beiden, die mit dem "Islamischen Staat" sympathisierten, eine Detonation auf einem Weihnachtsmarkt in Leverkusen geplant haben. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

Polizeigewerkschaft: Behörden reagieren auf die Lage

Nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) würden alle Polizeibehörden in Ländern und Bund auf die aktuelle Lage reagieren und etwa mehr Personal einsetzen und bessere technische Sperren installieren.

Wie sich das konkret äußert, ist allerdings nicht klar. Denn schon in den vergangenen Jahren gab es auf deutschen Weihnachtsmärkten Sicherheitskonzepte, die ähnliche Maßnahmen vorsahen. Gerade die Absperrung mit Betonblöcken war in Reaktion auf den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin im Jahr 2016 erfolgt.

In Deutschland gibt es laut Schaustellerbund mehr als 3.200 Weihnachtsmärkte, die jeweils ein eigenes genehmigungspflichtiges Sicherheitskonzept haben. Auf Anfrage des Nachrichtenportals "Watson" teilten gleich mehrere Polizeistellen mit, dass sie keine Erkenntnisse oder Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage vorliegen hätten. Eine Sprecherin der Dresdner Polizei gab an, man wolle das Gefährdungslagebild des Bundeskriminalamtes (BKA) in der kommenden Woche abwarten. Dennoch haben manche Städte die Sicherheitsmaßnahmen erhöht.

Hier lesen Sie, wie die Maßnahmen in verschiedenen Städte aussehen:

Schaustellerbund: "Nehmen die Nachrichten ernst"

Von einer möglichen Bedrohungslage sind neben den Weihnachtsmarktbesuchern vor allem auch die Standbetreiber und Schausteller betroffen. "Wir nehmen die Nachrichten und die Einschätzungen der Sicherheitsbehörden ernst", sagt der Hauptgeschäftsführer des Schaustellerbundes Hakelberg.

"Aktuell wird vonseiten der Sicherheitsbehörden von einer 'abstrakten Gefährdungslage' gesprochen, und wir sind sicher, dass wir frühzeitig informiert werden würden, wenn sich daran etwas ändert und es konkrete Gefahren gibt", führt er aus. Seit dem Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 seien die Sicherheitsmaßnahmen auf allen Weihnachtsmärkten sehr hoch. "Die Veranstalter und Schausteller arbeiten eng mit der Polizei zusammen."

Um weniger Weihnachtsmarktgänger macht sich Hakelberg deshalb keine Sorgen. "Wir erleben im vergangenen und dieses Jahr sogar höhere Besucherzahlen. Die Menschen haben nach Corona Nachholbedarf", erklärt er.

Für die Schausteller ist das größere Interesse gut, noch immer spürten viele von ihnen die finanziellen Nachwirkungen der Corona-Pandemie. "Die Einnahmen auf den Weihnachtsmärkten sind für die mehr als 5.000 Schausteller sehr wichtig, um auch die kommenden Monate zu überstehen und nach den harten Corona-Jahren Kredite wieder abzahlen zu können", so Hakelberg.

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Frank Hakelberg
  • Pressemitteilung der GdP
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