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Streit um Afrikanische Schweinepest: Abschießen oder einzäunen?

Streit um Afrikanische Schweinepest  

Abschießen oder einzäunen?

12.01.2018, 16:46 Uhr | lula, dpa

Der Bauernverband fordert den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland, um der sich in Osteuropa ausbreitenden Schweinepest vorzubeugen. Es gibt aber auch andere Krisenszenarien.

Der Vizepräsident des Bauernverbandes, Werner Schwarz, sagte der "Rheinischen Post" am Freitag, dafür müsse auch die Tötung von Muttertieren und Frischlingen erlaubt werden. Er gab zu, dass der massenhafte Anbau von Mais für Biogasanlagen dazu geführt habe, dass Wildschweine mehr Nahrung und Verstecke fänden. Zugleich betonte Schwarz, das Tierleid bei einer Jagd sei deutlich geringer als durch die Pest.

Agrarminister Christian Schmidt (CSU) stimmte dem zu. "Eine intelligente Reduzierung des Wildschweinbestandes spielt eine zentrale Rolle bei der Prävention", sagte Schmidt.

Sind Zäune die einfachere Lösung?

Die Idee, massenhaft Wildschweine abzuschießen, ist nicht der einzige Lösungsvorschlag, mit der Schweinepest umzugehen. Robert Habeck, grüner Umweltminister in Schleswig-Holstein, verweist im Interview mit dem NDR auf eine erfolgreiche Lösung in Tschechien. Dort sei die Ausbreitung der Seuche gestoppt worden, indem ein ganzes Gebiet eingezäunt wurde. Erst nach der Einzäunung wurde der Wildschweinbestand in diesem Gebiet eliminiert.

Der Bauernverband wollte am Freitag in Berlin zudem andere Präventionsmaßnahmen vorstellen. Dazu soll gehören, dass Polizisten bei Grenzkontrollen Hunde einsetzen, die auf Nahrungsmittel anschlagen. In Fleischprodukten kann das Schweinepest-Virus bis zu einem halben Jahr überleben. Seuchenexperten befürchten, dass Lebensmittel zum Beispiel auf Parkplätzen entsorgt werden könnten und dort von Wildschweinen verzehrt werden.

Auch Lkw-Fahrer, Pflegekräfte und Saisonarbeiter, die zwischen dem östlichen Europa und Deutschland hin- und herreisen, sollen für das Thema stärker sensibilisiert werden.

Quelle:
- dpa
- Beitrag im NDR mit der Stimme von Robert Habeck

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Schweinepest-Gipfel-soll-fuer-Krise-vorsorgen,schweinepest180.html

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