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Puma-Panzer: Lambrecht hält an Schützenpanzer der Bundeswehr fest


"Hausaufgaben" zu erfüllen
Lambrecht hält an Pannenpanzer Puma fest

Von dpa
Aktualisiert am 13.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Verteidigungsministerin Lambrecht in Berlin: "Die Truppe möchte weiter am Puma festhalten".Vergrößern des BildesVerteidigungsministerin Lambrecht in Berlin: "Die Truppe möchte weiter am Puma festhalten". (Quelle: Fabrizio Bensch/Reuters)
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Nach einer Ausfall-Serie hat die Verteidigungsministerin den Kauf weiterer Puma-Panzer eingefroren. Die Bundeswehr soll den Schützenpanzer aber weiter nutzen.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) will nach einer umfangreichen Analyse der Pannen am Schützenpanzer Puma festhalten. Industrie und Bundeswehr hätten aber gemeinsam "Hausaufgaben" zu erfüllen, sagte Lambrecht am Freitag in Berlin bei einem Spitzentreffen mit den Herstellern. Auch gehe es dabei um die Ausbildung der Soldaten. "Die Truppe möchte weiter am Puma festhalten", sagte Lambrecht.

Bei einer Schießübung waren alle 18 eingesetzten Schützenpanzer ausgefallen. Inzwischen sind 17 der Panzer repariert. Bei einer Schadensanalyse wurden nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums überwiegend kleinere und mittlere Schäden festgestellt. Ein Nachkauf weiterer Puma-Panzer sowie die Verwendung für die Schnelle Eingreiftruppe der Nato (VJTF) hat Lambrecht aber vorerst auf Eis gelegt.

Rheinmetall-Chef: "Bestes Schützenpanzerfahrzeug der Welt"

Lambrecht traf am Freitag Generalinspekteur Eberhard Zorn und den Chef von Krauss-Maffei Wegmann (KMW), Ralf Ketzel, und Rheinmetall-Chef Armin Papperger. "Wir sind der festen Überzeugung, dass der Puma ein hochmodernes und das beste Schützenpanzerfahrzeug der Welt ist", sagte Papperger. Ketzel bekräftigte, dass die Industrie von den Berichten über die Ausfälle überrascht worden sei. Sein Unternehmen sei von dem Schützenpanzer und seinen Fähigkeiten überzeugt. Ketzel sprach von bahnbrechenden Neuerungen.

Lambrecht verteidigte die Entscheidung, einen Nachkauf weiterer Puma und die Beteiligung an der Schnellen Eingreiftruppe auf Eis gelegt zu haben. Alles andere wäre nach dem Bekanntwerden der Ausfälle unverantwortlich gewesen. An den Entscheidungen halte sie fest, bis die Bedenken am Puma ausgeräumt seien. "Wir brauchen ein verlässliches System", sagte sie. Lambrecht sprach von Hausaufgaben, die die Industrie bei der Konstruktion des Fahrzeugs und die Bundeswehr bei der Ausbildung ihrer Soldaten zu erledigen hätten. Diese Hausaufgaben würden jetzt gemeinsam und sehr schnell erfüllt.

Unklar blieb aber weiterhin, was genau und in den Details bei der Schießübung schief gelaufen ist. Generalinspekteur Zorn sagte, dass Heer habe einen dringenden Bedarf für den Betrieb des Puma. Dieser sei zentral für die "Zukunftsfähigkeit" der Landstreitkräfte. Er kündigte an, dass das logistische Konzept für den Betrieb des Waffensystems überarbeitet werde. Zorn: "Der Puma hat eine klare Zukunft bei uns in der Bundeswehr."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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