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Bundeswehr kauft 100 ausrangierte Kampfpanzer zurück

Aufrüstung  

Bundeswehr kauft 100 ausrangierte Kampfpanzer zurück

10.04.2015, 15:47 Uhr | dpa, t-online.de

Bundeswehr kauft 100 ausrangierte Kampfpanzer zurück. Zukünftig sollen der Bundeswehr 328 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 zur Verfügung stehen. (Quelle: dpa/Krauss-Maffei Wegmann)

Zukünftig sollen der Bundeswehr 328 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 zur Verfügung stehen. (Quelle: Krauss-Maffei Wegmann/dpa)

Die Bundeswehr rüstet auf: 100 zusätzliche Kampfpanzer sollen das deutsche Heer bereichern. Dem Verteidigungsministerium zufolge ist die Maßnahme aber keine Reaktion auf den Russland-Konflikt.

Das Ministerium gab bekannt, dass man für 22 Millionen Euro gebrauchte Panzer zurückkaufen will, die bei der Industrie eingelagert sind. Damit will die Bundeswehr "hohle Strukturen auffüllen", erklärte Markus Beck, Sprecher für Angelegenheiten des Heeres, im Gespräch mit t-online.de. Mit diesem Vorgehen solle sichergestellt werden, dass alle Einheiten die notwendigen Anforderungen erfüllen.

Einen Zusammenhang mit der angespannten Situation in der Ukraine weist Beck jedoch zurück: "Das sind Interpretationen."

UMFRAGE
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Panzer-Obergrenze deutlich angehoben

Die im Zuge der Bundeswehrreform beschlossene Obergrenze von 225 "Leopard 2"-Panzern in der Bundeswehr erhöht sich somit auf 328. Davon sollen 320 in Dienst gestellt und auf sechs Panzerbataillone verteilt werden. Weitere acht sollen laut Beck als Referenzfahrzeuge für Demonstrationszwecke zum Einsatz kommen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte die Ausmusterung von Kampfpanzern bereits vor einigen Wochen gestoppt und die Reaktivierung eines Panzerbataillons mit bis zu 800 Soldaten und mehr als 40 Panzern angekündigt.

Zurückgekaufte Panzer sind veraltet

Die 100 Kampfpanzer, die nun zurückgekauft werden, stammen ursprünglich aus den Beständen der Bundeswehr und waren ausgemustert worden. Es handelt sich dabei um Panzer vom Typ Leopard 2 A4. Schon heute nutze die Bundeswehr A5- und A6-Typen, weshalb die zurückgekauften Fahrzeuge ab 2017 modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden sollen, so Heeressprecher Beck. Die Kosten dafür konnte das Ministerium noch nicht benennen.

Die Bundeswehr wurde seit 1979 mit 2125 "Leopard 2"-Kampfpanzern ausgerüstet, von denen heute noch etwa 240 im Dienst sind. Die im Zuge der Bundeswehrreform von 2011 beschlossene Reduzierung auf 225 Exemplare war also fast abgeschlossen - sie wird nun wieder rückgängig gemacht.

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