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Nach Asyl-Debatten: CSU-Chef Horst Seehofer sieht sich in der Opferrolle

Debatte um Asylpolitik  

Seehofer beklagt Kampagne gegen sich und die CSU

19.07.2018, 10:54 Uhr | dpa, job

Nach Asyl-Debatten: CSU-Chef Horst Seehofer sieht sich in der Opferrolle. Horst Seehofer: Der CSU-Chef und Bundesinnenminister sieht sich einer Kampagne ausgesetzt.  (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Horst Seehofer: Der CSU-Chef und Bundesinnenminister sieht sich einer Kampagne ausgesetzt. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Horst Seehofer hat zuletzt viel Kritik eingesteckt. Für berechtigt hält er sie offenbar nicht. Kritikern wirft er vor, eine Kampagne gegen ihn und die CSU zu fahren.

Horst Seehofer sieht sich und die CSU als Opfer einer Kampagne der politischen Gegner. "Jeder, der es sehen will, sieht, dass hier eine Kampagne gefahren wird, die geht gegen mich und meine Partei", sagte der CSU-Chef und Bundesinnenminister der "Augsburger Allgemeinen".

Seehofer bezog sich damit auf die Kritik an ihm und an der CSU in der Flüchtlingspolitik. Im Streit mit der Schwesterpartei CDU um den richtigen Kurs hatte es tagelang so ausgesehen, als könnten die Unionsfraktion und damit auch die große Koalition zerbrechen. 

Seehofer beklagte im Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen", es hätten sich leider auch Einzelne aus der CSU für die Kritik vereinnahmen lassen. Zuletzt hatte etwa der frühere Parteichef Erwin Huber gesagt, Seehofers "Agieren verwundert und befremdet mittlerweile viele". Seehofer monierte im Gespräch mit der Zeitung: "Viele der Kritiker lassen genau das vermissen, was sie mir vorwerfen: Anstand und Stil."

"Sturz der Kanzlerin für mich nie eine Option"

Seehofer sagte in dem Interview zudem, dass er trotz des Streits über die Asylpolitik gut mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammenarbeite: "Frau Merkel und ich sitzen oft im Kanzleramt zusammen und sagen: Das glaubt uns jetzt kein Mensch, dass wir trotz aller Differenzen ganz normal miteinander reden."

Merkel und er besprächen Dinge nüchtern und sachlich, danach verabschiede man sich freundlich. "Anders als es gelegentlich dargestellt wird, war der Sturz der Kanzlerin für mich nie eine Option und der Bruch der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU auch nicht."

Die CSU ist in einer neuen Umfrage in Bayern in der Wählergunst abgerutscht. In der Erhebung im Auftrag des Politikmagazins "Kontrovers" des Bayerischen Rundfunks erreicht sie nur noch 38 Prozent und ist damit weit vom Ziel der absoluten Mehrheit entfernt. In Bayern wird am 14. Oktober gewählt.

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