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Die Linke: Sahra Wagenknecht kandidiert nicht mehr als Fraktionschefin

Rückzug von der Linken-Spitze  

Sahra Wagenknecht kandidiert nicht mehr als Fraktionschefin

12.03.2019, 18:48 Uhr | dpa, job

 (Quelle: t-online.de)
Sahra Wagenknecht gibt Fraktionsvorsitz der Linkspartei ab

Fraktionssprecher Michael Schlick bestätigte entsprechende Medienberichte. Wagenknecht werde bei der Wahl der Fraktionsführung im Herbst nicht mehr antreten. (Quelle: t-online.de)

Gesundheitliche Probleme: Sahra Wagenknecht gibt den Fraktionsvorsitz bei der Linkspartei ab. (Quelle: t-online.de)


Erst der Rückzug von der "Aufstehen"-Spitze, nun der Abschied von der Fraktionsspitze der Linkspartei: Sahra Wagenknecht verabschiedet sich vom zweiten Führungsposten in kurzer Zeit.

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht kandidiert im Herbst nicht erneut für das Amt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Fraktionskreisen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete, verwies die 49-Jährige zur Begründung auf gesundheitliche Probleme.

Wagenknecht schreibt in einem Brief, über den das Redaktionsnetzwerk berichtet, dass sie ihre Arbeit krankheitsbedingt zwei Monate lang habe ruhen lassen müssen. "Inzwischen geht es mir wieder gut. Allerdings hat mir die lange Krankheit, deren Auslöser in erster Linie Stress und Überlastung waren, Grenzen aufgezeigt, die ich in Zukunft nicht mehr überschreiten möchte."

Wagenknecht ist seit 2015 Fraktionsvorsitzende

Wagenknecht führt derzeit mit Dietmar Bartsch zusammen die Fraktion der Linken im Bundestag. Sie hatte 2015 Gregor Gysi abgelöst, der sich aus der ersten Reihe zurückgezogen hatte. Zuvor war Wagenknecht seit 2011 stellvertretende Fraktionsvorsitzende. 
 

 
Bis zum Herbst, wenn turnusmäßig die Neuwahl des Fraktionsvorstands ansteht, will die 49-Jährige ihre Aufgaben trotzdem weiter wahrnehmen. Danach bleibe sie selbstverständlich politisch aktiv und werde sich weiter für ihre Überzeugungen und sozialen Ziele engagieren.

Rückzug aus "Aufstehen"-Spitze

Am Samstag war bekannt geworden, dass sich Wagenknecht aus der Führung der von ihr gegründeten Sammlungsbewegung "Aufstehen" zurückzieht. Sie begründete das in der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" damit, dass die Bewegung "besser leben" könne, "wenn sie denen übergeben wird, die sie an der Basis ohnehin tragen". 

Zugleich verwies sie mit Blick auf ihr künftiges Engagement auch auf ihre Gesundheit: "Aber ich muss auch sehen, welches Arbeitspensum ich schaffe. Dass ich jetzt zwei Monate krankheitsbedingt ausgefallen bin, hatte auch mit dem extremen Stress der letzten Jahre zu tun. Da muss ich eine neue Balance finden."

Es gibt immer wieder Kritik an Wagenknecht

Ende vergangenen Jahres stand Wagenknecht wegen ihres Engagements für die Sammlungsbewegung auch in der eigenen Fraktion heftig in der Kritik. Viele Linke waren zuletzt auch unzufrieden mit Wagenknechts Alleingängen in der Flüchtlingspolitik. In der Fraktion wurde sogar laut über einen Putsch nachgedacht – bis man sich im Januar wegen der anstehenden Landtagswahlen einen Burgfrieden aufzwang.
 

 
Zwar hat Wagenknecht zuletzt viel von ihrer Schärfe früherer Jahre abgelegt, sie tritt aber immer noch für eine Überwindung des Kapitalismus in Deutschland ein. Sie zieht die Aufmerksamkeit eines Massenpublikums auf sich – in Talkshows ist sie gefragt. Im Bundestag ruft sie regelmäßig gereizte Reaktionen der anderen Parteien hervor.

Verwendete Quellen:

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