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Kanzlerkandidatur? Markus Söder wirbt für sich und will eine "sexy" Union

Duell um Kanzlerkandidatur  

Söder wirbt für sich und will eine "sexy" Union

08.04.2021, 18:18 Uhr | AFP, rtr

Kanzlerkandidatur? Markus Söder wirbt für sich und will eine "sexy" Union. Markus Söder: Kann Bayerns Ministerpräsident auch Kanzler? (Quelle: imago images/Sven Simon)

Markus Söder: Kann Bayerns Ministerpräsident auch Kanzler? (Quelle: Sven Simon/imago images)

Söder oder Laschet? Die Union muss sich in der Frage um die Kanzlerkandidatur in Kürze entscheiden. In einem Interview betont Bayerns Ministerpräsident seinen möglichen Vorteil.

Mitten in der Debatte über den Kanzlerkandidaten der Union hat CSU-Chef Markus Söder erneut deutlich auf die Bedeutung von Popularitätswerten hingewiesen. Person und Programm müssten "nicht nur von der Partei, sondern auch in der breiten Bevölkerung akzeptiert werden", sagte Bayerns Ministerpräsident dem "Spiegel". Hintergrund ist, dass Söder in Umfragen deutlich vor CDU-Chef Armin Laschet liegt.

Söder hat bisher aber immer eine Antwort auf die Frage verweigert, ob er als Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl im September überhaupt zur Verfügung stehen würde. Laschet seinerseits hatte die Bedeutung von Umfragen mit Blick auf seinen überraschenden Wahlsieg in Nordrhein-Westfalen 2017 stets heruntergespielt und seinen Anspruch als Chef der größeren Schwesterpartei betont.

Söder will "Regierungsprogramm der Zukunft"

In den vergangenen Tagen hatten sich Unionspolitiker mal für Laschet, mal für Söder als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Am Donnerstag stellte sich etwa der Vorsitzende der Jungen Union Nordrhein-Westfalen, Johannes Winkel, an die Seite des NRW-Ministerpräsidenten. "Wenn wir sagen, wir stellen denjenigen auf, der am beliebtesten ist, muss die Union Günther Jauch aufstellen", sagte er der "Rheinischen Post",

Söder sagte, dass ein "Regierungsprogramm der Zukunft" und die Person des Kanzlerkandidaten "glaubwürdig verschmelzen" müssten. "Beides muss auf der Höhe der Zeit sein und in die Zukunft weisen." Die Union habe trotz schwacher Umfragewerte alle Chancen auf einen Wahlsieg, wenn sie moderne Konzepte präsentiere. CDU-Chef Laschet hatte beim Startschuss für ein Wahlprogramm ein "Modernisierungs-Jahrzehnt" gefordert.

Die Grünen als Hauptgegner

Söder sagte, die Ausgangslage sei anders als früher: "Diesmal wird wohl nicht die SPD der Hauptgegner um Platz 1 sein, sondern die Grünen." Deshalb müsse den Menschen ein Angebot gemacht werden, das ein modernes Gesellschaftsbild mit kompetentem und seriösem Regierungshandeln verbinde. "Die Union muss also sexy und solide zugleich sein."

Laschet und Söder treten am Sonntag ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel beim geschäftsführenden Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf. Dort sollen sie ihre Ideen für die Zukunft präsentieren. Der Mitgliederbeauftragte der CDU, Henning Otte, pochte auf eine baldige Klärung der Kanzlerkandidatur der Union. "Die Entscheidung muss jetzt rasch herbeigeführt werden", sagte der Bundestagsabgeordnete im Deutschlandfunk. Er rechne aber noch nicht mit einer Entscheidung am Sonntag.

Verwendete Quellen:

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