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"Nordkreuz"-Gruppe: Anklage gegen Drahtzieher Marko G.


Drahtzieher der rechtsextremen "Nordkreuz"-Gruppe angeklagt


Aktualisiert am 19.09.2019Lesedauer: 2 Min.
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Der angeklagte Marko G.: Er hortete Schusswaffen und Sprengstoff. Mitgliedern seiner Gruppe werden Terrorvorbereitungen vorgeworfen.Vergrößern des Bildes
Der angeklagte Marko G.: Er hortete Schusswaffen und Sprengstoff. Mitgliedern seiner Gruppe werden Terrorvorbereitungen vorgeworfen. (Quelle: Screenshot: Panorama/ARD)

Gegen den Drahtzieher der rechtsextremistischen "Nordkreuz"-Gruppe wird Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft Schwerin wirft dem ehemaligen SEK-Beamten Marko G. unter anderem Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin erhebt Anklage gegen den Drahtzieher der rechtsextremen Prepper-Gruppe "Nordkreuz". Die Ermittler werfen dem ehemaligen SEK-Beamten Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vor. Bei Durchsuchungen waren Zehntausende Schuss Munition, zahlreiche Waffen, Sprengkörper und Blendgranaten gefunden worden.

Aus Beständen von Polizei und Bundeswehr

Mit dem Arsenal habe sich der Mann gemeinsam mit Mitstreitern der von ihm gegründeten Gruppe auf einen "Tag X" vorbereitet, herbeigeführt durch einen Krisenfall. Dem Waffenexperten sei unter anderem die Aufgabe zugefallen, Munition und Waffen für die Gruppe zu beschaffen. Mitbeschuldigten wird zur Last gelegt, diese unter anderem aus Beständen der Polizei abgezweigt zu haben. Demnach wurde bei Marko G. unter anderem eine Uzi-Maschinenpistole mit Schalldämpfer gefunden, die aus Bundeswehrbeständen stammt.

Gegen die Gruppe "Nordkreuz" ermittelt der Generalbundesanwalt seit Sommer 2017. Zwei Mitglieder werden offiziell verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. Die Gruppe besteht aus sogenannten "Preppern" (von engl. prepare – vorbereiten), die sich sich mit Vorräten auf schwere Krisen oder einen Zusammenbruch staatlicher Strukturen vor – teils kalkulieren sie dabei auch den Einsatz von Schusswaffen ein. Im Fall von "Nordkreuz" steht der Verdacht im Raum, dass der gesellschaftliche Zusammenbruch forciert werden sollte und dafür genutzt werden sollte, politische Gegner zu ermorden.


Denn die Gruppe verfügte über umfangreiche Listen mit Informationen zu vermeintlichen politischen Gegenspielern in ganz Deutschland. Einige Bundesländer sind dazu übergegangen, Betroffene darüber zu informieren – andere haben sich diesen Maßnahmen allerdings nicht angeschlossen. Angeblich gehe aktuell kein Gefährdungspotential von den Listen aus. Obwohl auch eine Materialliste mit Leichensäcken und Löschkalk gefunden wurde. Laut Medienberichten hatte die Gruppe auch Ableger: "Südkreuz" und "Westkreuz".

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