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Corona-Mutationen in Österreich: Regierung riegelt Tirol weitgehend ab


Regierung riegelt Tirol weitgehend ab

Von dpa
Aktualisiert am 09.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Menschenleere Straße in Mayrhofen, Tirol: In dem Bundesland breitet sich die gefährliche Corona-Mutation aus Südafrika aus.Vergrößern des BildesMenschenleere Straße in Mayrhofen, Tirol: In dem Bundesland breitet sich die gefährliche Corona-Mutation aus Südafrika aus. (Quelle: dpa-bilder)
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In Österreich breiten sich die Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika aus, vor allem in Tirol. Von Freitag an dürfen Menschen das Bundesland nur noch mit negativem Test verlassen.

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika ergreift die österreichische Regierung schärfere Maßnahmen in Tirol. Die Ausreise aus dem Bundesland ist von Freitag an nur noch mit negativem Corona-Test möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien. Der Test dürfe höchstens 48 Stunden alt sein. Die Maßnahme gilt zunächst für zehn Tage, die Region Osttirol ist ausgenommen.

Der Ausbruch der südafrikanischen Variante sei derzeit der größte bekannte derartige Fall in der EU. Wenn sich so eine Mutation schnell und stark ausbreite, werde das erneut viele Menschenleben kosten, so Kurz. "Und der Weg zur Normalität wird sich noch einmal um Monate verzögern."

Bislang 300 Fälle der Südafrika-Mutante in Tirol

Das Bundesland hatte sich in den vergangenen Tagen teils vehement gegen eine Sonderbehandlung in Österreich gewehrt. Am Montag sprach die Bundesregierung in Wien eine Reisewarnung für das bei Deutschen beliebte Bundesland aus. Diese hat jedoch nur einen Appell-Charakter.

Die südafrikanische Mutation, die als ansteckender gilt, ist nach Angaben des Wiener Gesundheitsministeriums in Tirol bisher in rund 300 Fällen nachgewiesen worden. Die Zahl der aktiven Fälle betrage 129. Das Land ging bislang von geringeren Zahlen aus.

Das Vorgehen in Tirol hat sich in den vergangenen Tagen zu einer Machtprobe zwischen dem Bund und dem Land entwickelt. In dem Bundesland hatte sich eine Allianz aus Politik und Wirtschaft gegen zusätzliche Schritte ausgesprochen. Vielmehr sei das vom Land aufgelegte Maßnahmenpaket ausreichend, hatte Landeschef Günther Platter (ÖVP) argumentiert. Dazu gehören der Aufruf zu Massentests, ein noch stärkerer Schutz von Alten- und Pflegeheimen und eine Coronatest-Pflicht für Skifahrer, die Seilbahnen benutzen wollen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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