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U-Boot rammt Titanic-Wrack bei Tauchgang

Von dpa
Aktualisiert am 31.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Aufnahmen der "Titanic" aus 3.800 Metern Tiefe: Was von dem berĂĽhmtesten Wrack der Welt geblieben ist. (Quelle: t-online)
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Es ist das berühmteste Schiffswrack der Geschichte: Als im Sommer ein Tauchboot spektakuläre Aufnahmen der Titanic lieferte, ahnte niemand, dass es zu einem Unfall gekommen war. Erst ein Zufall brachte das Malheur ans Licht.

Ein kleines U-Boot hat laut Medienberichten bei einem Tauchgang das Wrack der 1912 gesunkenen "Titanic" gerammt. Der Vorfall ereignete sich schon vor einem halben Jahr, wurde aber erst jetzt bekannt, wie die "Washington Post" schrieb. Demnach wurde das U-Boot bei einem von mehreren Tauchgängen zwischen dem 29. Juli und dem 4. August vorigen Jahres plötzlich von einer starken und unvorhersehbaren Strömung erfasst und gegen das Wrack gestoßen. An Bord des U-Boots waren zwei Personen.

Die Aufnahmen, bei denen sich der bisher geheim gehaltene Vorfall ereignete, sehen Sie oben im Video.

Ans Licht kam der Tiefseeunfall nun über eine Gerichtsverhandlung im US-Bundesstaat Virginia. Das Unternehmen RMS Titanic Inc. (RMST) verlangt demnach die Herausgabe des Videomaterials zu dem Tauchgang. Es hält laut "Washington Post" die alleinigen Rechte, Gegenstände von dem Wrack zu entfernen. RMST warf dem Expeditionsunternehmen und der zuständigen US-Meeresbehörde NOAA nun vor, nicht informiert worden zu sein.

Der Luxusdampfer "Titanic" war in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 auf seiner Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York mit einem Eisberg zusammengestoßen und gesunken. Rund 1500 der mehr als 2200 Menschen an Bord ertranken. Das Wrack wurde 1985 südöstlich der kanadischen Provinz Neufundland in rund 3800 Metern Meerestiefe gefunden.

Voriges Jahr wurde berichtet, dass Teile des Wracks bald zusammenbrechen könnten. RMST will laut "Washington Post" jetzt einen Telegrafen bergen, mit dem seinerzeit ein Notruf abgesetzt wurde. Dazu müsste es aber einen Teil des Rumpf aufbrechen, was die NOAA bisher nicht genehmigt habe, hieß es.

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