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Live im Swingerclub: Dänische Journalistin vergnügt sich für Reportage


Journalistin vergnügt sich für Reportage live im Swingerclub

Von dpa
Aktualisiert am 30.05.2021Lesedauer: 1 Min.
Blick in einen Swingerclub (Symbolbild): Für eine besondere Reportage aus der Clubszene erhält eine Journalistin Lob wie Kritik.Vergrößern des BildesBlick in einen Swingerclub (Symbolbild): Für eine besondere Reportage aus der Clubszene erhält eine Journalistin Lob wie Kritik. (Quelle: BildFunkMV/imago-images-bilder)
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Eine dänische Journalistin hat über die Wiedereröffnung der Clubszene in ihrer Heimat auf neue Weise berichtet: Sie hatte selbst Geschlechtsverkehr in einem Erotikclub – und nahm es auf.

Bei laufendem Aufnahmegerät hat eine dänische Journalistin in einem Swingerclub Sex gehabt und mit ihrer Reportage für Aufsehen gesorgt. Louise Fischer vom Sender Radio 4 berichtete über die Wiedereröffnung des Clubs nahe der Hauptstadt Kopenhagen, nachdem Corona-Maßnahmen gelockert worden waren. In dem ausgestrahlten Bericht sind eindeutige Sexgeräusche zu hören, als Fischer während des Geschlechtsverkehrs ihren Partner interviewt.

"Die Swinger-Szene ist sehr verschlossen", sagte Fischer der Zeitung "Jyllands-Posten" zur Begründung. Deshalb habe sie eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen wollen. Ihre Programmchefin Tina Kragelund lobte den Einsatz. "Ich finde es cool, wenn unsere Reporter damit experimentieren, Journalismus auf andere Weise zu machen", sagte Kragelund dem Blatt. Der Sender hatte Fischer vorher grünes Licht gegeben, selbst aktiv zu werden – wenn sie es wolle.

Zuspruch und Kritik

Kragelund erklärte dem schwedischen Sender SVT, ihr Radiosender habe keine Berührungsängste mit so etwas Universellem wie Sex. Journalisten nutzten oft eigene Erfahrungen. "Wir sind tiefer in eine Szene eingestiegen, als wir es getan hätten, wenn wir sie nur von außen betrachtet hätten", sagte sie, wie SVT am Samstag berichtete.

Reporterin Fischer teilte mit, die große Mehrheit der Rückmeldungen sei positiv gewesen. Einige Journalisten kritisierten jedoch, dass Fischer eine Grenze überschritten habe. Reporter sollten sich nur selbst einbringen, wenn es keine andere Möglichkeit für eine investigative Recherche gebe.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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